
„Seit Jahren ist die Entwicklung von immer mehr verbaler und körperlicher Gewalt gegenüber Rettungs- und Ordnungskräften sowie weiteren Beschäftigten in öffentlichen Einrichtungen zu beobachten“, hat die Hildener SPD-Ratsfraktion festgestellt. Daher hatte sie erfolgreich im Hauptausschuss und anschießend in der Stadtratssitzung am 15. April 2026 beantragt, dass die Stadt Hilden dem landesweiten Netzwerk „Sicher im Dienst“ beitritt. Die Umsetzung folgte prompt: Seit dem 1. Mai ist die Itterstadt Mitglied des Verbundes, und das ohne Kosten.
Ziel soll es sein, mehr Sicherheit und Schutz für die Beschäftigten im öffentlichen Dienst zu gewährleisten.
Was genau bedeutet das nun?
Prävention, Selbstbehauptung und Alarmsysteme
Bürgermeister Claus Pommer erklärt: „Leider sind auch unsere Beschäftigten hier in Hilden immer wieder aggressivem Verhalten, Anfeindungen und physischen sowie psychischen Angriffen ausgesetzt.“
Das Land NRW hat diverse Hilfsangebote, Handlungsempfehlungen, Konzepte, Schulungsmaterial und Informationen rund um das Thema „Stärkung der Sicherheit kommunaler Beschäftigter im Innen- und Außendienst“ erstellt, auf die die Stadtverwaltung nun Zugriff hat. Es „stehen unterstützende Unterlagen zur Prävention und zum Umgang mit Gewaltvorfällen“ sowie „fachliche Unterstützung, Fortbildungsangebote und Sensibilisierungsmaßnahmen der Führungskräfte zur Verfügung“, erläutert das Rathaus.
Bereits vor dem Beitritt haben Beschäftigte der Verwaltung in den Jahren 2024 und 2025 an Workshops zur „praxisorientierten Selbstbehauptung für Beschäftigte in Publikumsbereichen“ teilgenommen. Es wurden u.a. realistische Auseinandersetzungen mit Gewalterfahrungen und Optimierungen des eigenen Verhaltens in eskalierenden Situationen geprobt. So sollen Situationen deeskalierend gesteuert und Gefahren rechtzeitig erkannt werden.
„In Publikumsbereichen wird zudem mit Notfallknöpfen und in der Gesamtverwaltung mit einem PC-gesteuerten Alarmierungssystem gearbeitet“, heißt es weiter. „Die Mitarbeitenden sind dahingehend sensibilisiert, Vorfälle von Gewalt zu melden, damit die zuständigen Fachdezernenten mit Hausverboten, das Rechtsamt mit Strafanträgen reagieren, die Polizei hinzugezogen werden kann. Je nach Konstellation sind Unfallanzeigen / Dienstunfallanzeigen zu stellen. Für Opfer von Gewalt steht sofort oder auch später noch nutzbar eAP Assist zur Verfügung.“ Aktuell werde außerdem ein Sicherheitskonzept erarbeitet, das Regeln und eine grundsätzliche Haltung zum Thema Gewalt am Arbeitsplatz beinhaltet.
Bleibt nur zu hoffen, dass diese Konzepte nicht zur Anwendung kommen müssen. Zumindest sind die Bediensteten schon einmal für den Fall der Fälle gewappnet.
Quelle: Stadt Hilden
bearb: KA
Foto: anzeiger24.de / KI generiert
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