Wärmepumpen-Kampagne – zu teuer?

Klimaausschuss kritisiert hohe Kosten – Wie effektiv ist die Türhänger-Verteilung?

Für viele Wohn- und Immobilieneigentümer ist es die Zukunftsfrage: Wie soll das Gebäude in den nächsten Jahrzehnten beheizt werden, wenn Öl- und Gas-Anlagen ausgedient haben werden? Die Stadt Hilden will daher – wie berichtet – mit der Verbraucherzentrale eine Info-Kampagne für die Wärmepumpen-Technologie starten. Im Ausschuss für Stadtentwicklung, Klima und Mobilität am 6. Mai 2026 wurde das Konzept vorgestellt.

Grundsätzlich wurde der Plan begrüßt, aber dennoch gab es Kritik.

 

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1.800 Euro Kosten – geht es auch günstiger?

So monierten Kevin Schneider von der CDU, Rudolf Joseph von der FDP und Ben Juan Eisenblätter die Ausgaben („viel zu teuer“). Vor allem wurde der Zweck der „Türhänger“ hinterfragt, die an Ein- und Zweifamilienhäuser verteilt werden sollen. Diese Maßnahme würde bei 5.000 Gebäuden etwa 14.000 bis 18.200 Euro kosten. Könne man das nicht einsparen oder zumindest günstiger machen? Und kann man damit die Menschen wirklich erreichen?

Joseph ergänzte noch: Eine umfassende Haussanierung könne auch rund 25 Prozent Energiekosten einsparen. Dafür solle daher auch geworben werden.

 

Der zuständige Beigeordnete Peter Stuhlträger erklärte in seiner Antwort auf die Kritik: Mit den bisherigen Kampagnen (Social Media etc.) würde man nur noch dieselben Menschen erreichen. Diese Methode sei nun ein neuer Weg. In anderen Kommunen sei eine solche Aktion „erfolgreich gelaufen“, so Stuhlträger.

Eine kostengünstigere Variante werde aber geprüft, sagte der Dezernent zu.

 

Ratsherr Marlon Buchholz (AfD) wollte noch wissen, warum sich die Stadtwerke Hilden nicht finanziell an der Wärmepumpen-Kampagne beteiligen.

Daraufhin erläuterte Stuhlträger: „Die Stadtwerke verkaufen Strom, keine Wärmepumpen“ und hätten eigene Infoportale zum Thema. Das Unternehmen unterstütze die Aktion, aber nur ideell, nicht mit Geld.

 

Abstimmen konnten die Mitglieder über das Konzept nicht, denn die Kosten bewegen sich im Rahmen einer Haushaltsmittelfreigabe, die die Politik der Verwaltung für das Produkt „Klimaschutz und Klimaanpassung“ gewährt hat.

Die AfD beantragte noch, die Kosten für die Türhänger-Aktion um 50 Prozent zu reduzieren. Doch nur Rudolf Joseph stimmte mit dafür, ansonsten fand sich keine Mehrheit.

 

So blieb also nur die Kenntnisnahme der Vorlage.

 

Bericht: KA
Fotos/Montage: anzeiger24.de / Stadt Hilden

 

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