
Betroffene seien nicht nur verärgert, sondern „fühlen sich bereits schikaniert“, berichtet Ludger Reffgen, Ratsherr der Fraktion Bürgeraktion | Piraten. Anfang Juli hatte die Stadtverwaltung verkündet, dass der Nebeneingang zum Hauptfriedhof von der Pungshausstraße aus „bis auf Weiteres geschlossen“ wurde. Die Hitze habe das Metallgitter „so stark ausgedehnt“, dass daraus ein „technischer Defekt“ entstanden sei, so die Begründung.
Das ist natürlich ein gewaltiges Problem insbesondere für Menschen, die weniger mobil sind. Und ein Ende ist nicht absehbar – im Gegenteil, beklagt nun Ludger Reffgen.
„Betroffene mehrfach gestraft“
„[Die] Betroffenen sind aktuell insoweit gleich mehrfach ‚gestraft‘“, meint Reffgen. „Erstens, weil ihnen lange Umwege [Anm.d.Red.: bis zu den Zugängen Am Feuerwehrhaus oder Kirchhofstraße] zugemutet werden. Und zweitens, weil diese Umwege wetterbedingt momentan vielfach bei hohen Temperaturen zurückzulegen sind. Wenn man darüber hinaus berücksichtigt, dass vor allem viele ältere Menschen – bei dem trockenen Wetter täglich – mit der erforderlichen Grabpflege befasst sind, wird deutlich, in welchem Maße Menschen durch das Verwaltungshandeln vor physische Herausforderungen gestellt sind.“

Ratsherr Ludger Reffgen
Außerdem kann Reffgen die Ursache der Maßnahme nicht nachvollziehen: „Die bisherige Toranlage ist aus einem massiven, verwindungssteifen Metallrahmen (verzinktes Vierkantrohr) gefertigt. Die hitzebedingte Materialausdehnung kann – wenn überhaupt – äußerstenfalls nur im Bereich von Millimeter-Bruchteilen stattgefunden haben.“ Daher „erschließt sich uns die von Ihnen mit Verkehrssicherheitsgründen pauschal vorgetragene Argumentation zur Rechtfertigung der Schließung nicht. Sie erscheint vielmehr unverhältnismäßig und überzogen.“
Hinzu kommt, dass das Tor inzwischen mit einer Kette und Vorhängeschloss zusätzlich gesichert wurde.
Fragekatalog an die Verwaltung
„In Ihrer damaligen Mitteilung hatten Sie zugesichert, dass die erforderlichen Arbeiten schnellstmöglich durchgeführt werden. Davon ist bisher nichts zu sehen“, erklärt Reffgen in Richtung Rathaus.
Darauf aufbauend hat das Ratsmitglied mehrere Fragen an die Verwaltung gerichtet:
- Wann wurde die Instandsetzung des Tores beauftragt und für wann ist die Ausführung der Arbeiten terminiert?
- Falls die Toranlage gegen eine neue ausgetauscht werden soll: Warum wurde das alte Tor nicht im Wege einer kurzfristig möglichen Reparatur gerichtet, um es wieder – zumindest übergangsweise – öffnen und schließen zu können?
- Wieso ist die Verkehrssicherheit bei den obwaltenden Umständen berührt?
- Soweit Sie an der ergriffenen Maßnahme trotz aller Bedenken weiterhin festhalten wollen: Können Sie sich vorstellen, vorübergehend, bis zur Wiederöffnung des Südost Eingangs, hilfsweise auf das Erheben von Parkgebühren in der Straße Am Feuerwehrhaus zu verzichten? Wenn nein, warum nicht?
Nun bleibt erst einmal abzuwarten, wann eine Antwort der Verwaltung erfolgt.
Bericht: KA
Titelfoto: anzeiger24.de / Portraitfoto: BA Hilden
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