
Am Donnerstagnachmittag, 13. August 2026, ist im Hürtgenwald im Kreis Düren ein Waldbrand ausgebrochen. Die Lage hat sich so sehr verschlimmert, dass die Feuerwehr um Amtshilfe aus anderen Kommunen gebeten hatte. Daraufhin wurde unter anderem das für Einsätze im europäischen Ausland konzipierte und von den Feuerwehren Düsseldorf, Bonn, Leverkusen, Ratingen und Königswinter getragene Waldbrandmodul in das betroffene Gebiet entsendet.
Die Einheit besteht aus zwölf Fahrzeugen und 32 Einsatzkräften. Aus Düsseldorf waren zwei Einsatzfahrzeuge und sieben ehrenamtliche Einsatzkräfte Teil der Einheit. Die Kräfte sind speziell für die Vegetationsbrandbekämpfung geschult und auf entsprechende Einsatzszenarien vorbereitet.
Nach dem Eintreffen im Sammelraum vor Ort wurden die Einsatzkräfte unmittelbar durch die örtlichen Kräfte eingewiesen und anschließend in das Schadensgebiet entsendet. Der Arbeitsauftrag bestand in der Brandbekämpfung im Flankenbereich, um eine weitere Ausbreitung des Feuers zu verhindern.
Gegen Mitternacht wurden die Einsatzkräfte durch weitere, vom Kreis Düren aus den umliegenden Bereichen angeforderte Einheiten abgelöst.
So machte sich unter anderem die Bezirksbereitschaft 4 der Bezirksregierung Düsseldorf gegen 4:30 Uhr auf den Weg zum Brandort. Diese setzt sich aus Einsatzkräften der Feuerwehren aus dem Kreis Mettmann, der Landeshauptstadt und dem Rhein-Kreis Neuss zusammen und unterstützt bei größeren Einsatzlagen überörtlich. So wurden beispielsweise Einheiten aus Hilden, Haan, Erkrath und Langenfeld zur landesweiten Hilfe alarmiert.
Die Einsatzkräfte trafen sich auf der Feuer- und Rettungswache Ratingen und fuhren im Anschluss zum Sammelpunkt an der Messe Düsseldorf, wo dann die Kräfte aus Düsseldorf und dem Rhein-Kreis Neuss hinzugestoßen sind.
Der Einsatz ist für 24 Stunden geplant.
Wie ernst die Lage ist, teilt die Stadt Düren am frühen Morgen mit: Das Feuer bewegt sich derzeit auf den Ortsteil Gey zu. Daher wurden die Bewohner evakuiert. Die Stadt Düren hat den SAE (Stab für außergewöhnliche Ereignisse) einberufen. Die Bevölkerung wird dringend gebeten, das Einsatzgebiet weitgehend zu meiden.
Außerdem sind die Ausfahrten von der A4 in den Anschlussstellen Düren und Langerwehe gesperrt. Die Ausfahrten werden als Rettungszufahrten für die Einsatzkräfte benötigt, teilt die Autobahn GmbH mit. Derzeit kann keine Dauer der Sperrung genannt werden.
Sowohl die A4 zwischen Düren und Langerwehe als auch die Auffahrten auf die A4 in den Anschlussstellen Düren und Langerwehe sind weiterhin geöffnet.
Quelle: Stadt Düren/ Kreisfeuerwehrverband Mettmann / Feuerwehr Hilden / Feuerwehr Düsseldorf / Autobahn GmbH Rheinland
bearb: KA
Foto: Feuerwehr Düsseldorf
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