
Wer in diesen Tagen durch die Hildener (Innen)stadt flaniert, wird an fünf prominenten Standorten auf einen auffälligen Sticker auf dem Boden stoßen. Thema: „Anonyme Spurensicherung nach Sexualstraftaten“. Der SKFM im Kreis Mettmann hat die Hingucker entwickelt, um auf ein kaum bekanntes, aber wichtiges Thema aufmerksam zu machen.
Was ist die Anonyme Spurensicherung?
„Die Anonyme Spurensicherung ermöglicht es Betroffenen einer Sexualstraftat, mögliche Tatspuren zeitnah sichern zu lassen, ohne unmittelbar Anzeige erstatten zu müssen“, erklärt die Stadt Hilden in ihrer Pressemitteilung. „Die Spuren werden vertraulich aufbewahrt. Betroffene können dadurch in Ruhe entscheiden, ob und wann sie rechtliche Schritte einleiten möchten. Das Angebot steht allen Betroffenen sexualisierter Gewalt offen.“
Ein QR-Code auf dem Sticker verweist auf weiterführende Informationen und Beratungsangebote, zum Beispiel im St. Josefs Krankenhaus in Hilden.
Die Hildener Gleichstellungsbeauftragte Kirsten Max ergänzt: „Gerade nach einer Gewalterfahrung brauchen Betroffene Zeit, Sicherheit und verlässliche Unterstützung. Die Möglichkeit einer anonymen Spurensicherung kann dazu beitragen, wichtige Beweise zu sichern und den Druck einer sofortigen Entscheidung zu nehmen.“
Die Aktion läuft kreisweit in allen zehn Städten.
In Hilden haften die Sticker gut sichtbar an folgenden öffentlichen und stark frequentierten Orten: Sitzgelegenheit an der Itter hinter dem Rathaus, am Warrington-Platz an der Gewaltschutzbank, am Nahversorgungszentrum Hilden-Ost, am Bahnhof, auf dem Nové-Město-Platz und am St. Josefs Krankenhaus der GFO Kliniken Mettmann-Süd.
Weitere Informationen zur Anonymen Spurensicherung, zu den kooperierenden Kliniken sowie zu Beratung und Begleitung gibt es beim SKFM Mettmann e. V. unter skfm-kreis-mettmann.de/angebote/gewaltschutz-und-praevention/anonyme-spurensicherung.
Quelle: Stadt Hilden
Bearb.: KA
Foto: anzeiger24.de
Weitere Nachrichten aus Hilden gibt es unter www.anzeiger24.de/hilden/news/
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