„Eilige Einkäuferin“ und historisches Jahr: Zwei Gewinner beim städtischen Kreativwettbewerb

Fabienne Schubert und Rami Succari haben neue Motive für Merchandising-Produkte entwickelt

Ein Stück Heimatverbundenheit, eine Prise Identifikation – das sollen die neuen Merchandising-Produkte repräsentieren, die Stadt und Citymanagement Hilden jetzt in einer kreativen Bürgerbeteiligung ausgewählt haben. Ungefähr 15 Teilnehmende sind dem Aufruf gefolgt, lokale Motive grafisch zu entwerfen, die sich dann auf Stofftaschen, Kaffeetassen oder auch Socken drucken und vermarkten lassen.

Zwei Beiträge haben die Jury – Bürgermeister Claus Pommer, Team Stadtmarketing und Mitglieder des Ausschusses für Wirtschaftsförderung und Stadtmarketing – am meisten überzeugt.

 

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Einkaufen, Kaffee trinken, Socken anziehen – mit Hilden als Motiv

Fabienne Schubert hat das Kunstwerk „Eilige Einkäuferin“ (an der Reformationskirche / Schulstraße) in einen neuen Look umgewandelt. „Es ist ein Wahrzeichen mit Wiedererkennungswert, das die Menschen anspricht“, erklärt Pommer. Die 21-jährige Auszubildende für Veranstaltungstechnik bekennt: „Mediengestaltung ist mein Hobby.“ Daher konnte sie ihre Schöpfungskraft bei diesem Wettbewerb voll ausleben. Die Nachricht vom Jury-Preis kam für sie „völlig überraschend.“

 

Ebenso für den zweiten Preisträger: Rami Succari ging einen anderen Weg und verwendete die Jahreszahl 1861 (Verleihung der Stadtrechte an Hilden) für einen plakativen Button. „Meine Freunde sind total stolz, in Hilden zu leben und haben sich deshalb ein solches Motiv gewünscht“, erklärt der 35-Jährige. Bürgermeister Pommer ergänzt: „Diese Grafik ist universell einsetzbar und findet eine klare Sprache ohne viele Worte.“

 

Wie geht es nun weiter?

Die beiden Gewinner haben der Stadt nun die zeitlich unbegrenzten Nutzungsrechte übertragen und dafür jeweils eine Prämie von 500 Euro erhalten.

Die Stadt, bzw. Stadtmarketing will nun mehrere Merchandising-Artikel herstellen. Auf dem Hildener Weihnachtsmarkt am 1. Adventswochenende sollen die ersten Souvenirs feilgeboten werden. Weitere Vertriebsmöglichkeiten werden noch gesucht und geprüft.

 

Die beiden neuen Siegerbeiträge sollen das Motiv ergänzen, dass im Frühjahr bereits vom Stadtmarketing vorgestellt wurde. Eine Hildener Bürgerin hatte ihre Kreation angeboten. Die Stadt hat mittlerweile auch in diesem Fall die Einwilligung für ein unbeschränktes Nutzungsrecht.

 

Und was ist jetzt mit dem Slogan „Hilden – Was liegt näher“?

In dem Zusammenhang mit der Ausschreibung steht auch die Zukunft der Leuchtschrift „Hilden – Was liegt näher“, das jahrzehntelang an den „Eingangstoren“ zur Mittelstraße prangte. Wie berichtet, waren die beiden Lichtinstallationen defekt. Eine davon konnte der Stadtmarketing e.V. reparieren. Nun wartet die Stadt noch auf das Ergebnis der Hakenprüfung, um sie am Zugang Fritz-Gressard-Platz wieder aufhängen zu können.

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Archivfoto: Stadtmarketing e.V. 

 

Eigentlich wollten Bürgermeister und seine Verwaltung den Spruch abschaffen, da er „nicht mehr zeitgemäß“ sei. Stattdessen sollte ein neuer Claim erschaffen werden.

Doch von dieser Idee hat sich das Rathaus offenbar mittlerweile wieder verabschiedet: „Viele Hildener haben eine nostalgische und emotionale Bindung zu dem Slogan“, sagt Pommer auf Nachfrage. Und weil die finanzielle Situation der Stadtkasse ohnehin keine Spielräume mehr zulässt (etwa für die Beauftragung einer Agentur), wolle man es vorerst bei dem altbewährten Motto belassen.

 

Bericht: KA
Titelfoto: anzeiger24.de

 

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