
In den städtischen Unterkünften in Hilden kommt es nach Angaben der Verwaltung immer wieder zu teils massiven Sachbeschädigungen. Doch die Stadt bleibt offenbar häufig auf den Kosten sitzen. Das geht aus der Antwort der Stadtverwaltung auf eine Anfrage der SPD-Fraktion hervor.
Täter oft nicht eindeutig zu ermitteln
Das Hauptproblem: Häufig lässt sich nicht beweisen, wer einen Schaden verursacht hat. Hinweise anderer Bewohner oder Vermutungen von Mitarbeitern reichen dafür nicht aus. Ohne Zeugen oder direkte Beobachtung kann die Stadt die Kosten keinem Verursacher eindeutig zuordnen. Steht die verantwortliche Person fest, wird die Sachbeschädigung angezeigt und der entstandene Schaden in Rechnung gestellt.
Doch selbst bekannte Verursacher zahlen selten
Doch auch dann fließt offenbar nur selten Geld. Nach Angaben der Stadt sind Forderungen vielfach nicht durchsetzbar, weil pfändbares Einkommen oder Vermögen fehlt. Besonders ernüchternd ist die Bilanz: Aus den vergangenen drei Jahren ist der Stadt lediglich ein Fall bekannt, bei dem ein Verursacher eindeutig festgestellt wurde und die Reparaturkosten vollständig bezahlt hat.
Viel Aufwand – wenig Ertrag
Wie hoch die Schäden insgesamt sind und wie viel Geld die Stadt tatsächlich zurückbekommt, geht aus der Antwort nicht hervor. Auch das Verhältnis zwischen Personalaufwand und Einnahmen wird nicht systematisch erfasst. Die Verwaltung räumt allerdings ein, dass der personelle Aufwand die tatsächlich erzielten Einnahmen deutlich übersteigen dürfte.
Trotzdem sollen festgestellte Sachbeschädigungen weiterhin angezeigt und Schadenersatz gefordert werden. Die Stadt will damit deutlich machen, dass Beschädigungen in ihren Unterkünften nicht toleriert werden.
Quelle: Stadt Hilden
Bericht: LT
Fotos/Video: KI-generietes-Bild
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