Weniger Dauerparkkarten für Dienstfahrten mit privatem PKW
Viele Autofahrerinnen und Autofahrer in Hilden haben derzeit den Eindruck, dass Politik und Verwaltung das Autofahren in der Stadt so unattraktiv wie möglich machen wollen – um die „Verkehrswende“ hin zum ÖPNV und Radfahren zu beschleunigen.
Dazu gehöre u.a. die Verknappung des Parkraumes. Zuletzt haben sich viele Bürgerinnen und Bürger darüber beklagt, dass die Stadt die Vereinbarung mit dem Finanzamt aufgehoben hat, am Wochenende 120 Stellplätze kostenlos zur Verfügung zu stellen.
Was aber viele nicht wissen: Die Rathaus-Leitung hat auch einige angemietete Parkplätze in der anliegenden Tiefgarage für ihr Personal aufgelöst.
Dauerparkkarte nur ab 60 Tagen Nutzung ausgegeben
„Die Stadtverwaltung hat bereits im April 2022 die Ausgabekriterien von Dauerparkkarten neu konzipiert“, schreibt uns die Stadt auf Anfrage. „Demnach werden Parkplätze in der Tiefgarage ‚Am Rathaus‘ durch Ausgabe von Dauerparkkarten ausschließlich denjenigen Mitarbeitenden zur Verfügung gestellt, die an mindestens 60 Tagen für ihre dienstliche Tätigkeit auf die Nutzung des privaten PKWs angewiesen sind.“
21 Mitarbeitende mussten bei dieser Neustrukturierung ihre Dauerparkkarte abgeben. 70 Dauerparkkarten wurden fortgeführt.
Und warum hat die Stadt das gemacht?
„Die Entscheidung hat sowohl wirtschaftliche als auch personelle Gründe“, erklärt uns die Stadt weiter. „Durch die Vorgabe ‚Dienstfahrten an mindestens 60 Tagen mit dem eigenen Pkw‘ wurden einerseits die Ausgabekriterien für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vereinheitlicht und andererseits Kosten gesenkt.“
Die Entscheidung sei „konsensual und unter Information des Personalrates getroffen“ worden.
Die betroffenen Mitarbeitenden konnten nun beim Parkhausbetreiber eine eigene Parkkarte erwerben – ganz offensichtlich auf eigene Kosten.
21 Parkplätze eingespart – das ist jetzt vielleicht im Verhältnis gesehen nicht so viel wie beim Wegfall der Stellplätze am Finanzamt.
Dennoch zeigt dieses Beispiel, dass das Rathaus nicht nur der Bevölkerung so manche Einschränkungen abverlangt.
Bericht: Achim Kaemmerer
Foto/Collage: anzeiger24.de/Pixabay
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