Kein Durchlass für Fußgänger möglich – und die Beschilderung ist unzureichend
Die Kurt-Kappel-Straße ist eigentlich nur eine kleine gemütliche Gasse entlang der Itter zwischen Mittelstraße und Nove-Mesto-Platz.
Aber gerade weil sie so klein ist, könnte eine Baustelle dort zu einem größeren Problem führen. So einen Fall haben wir seit dem 20. März.
Die Flachdachfläche der Gebäude Nr. 2-6 wird saniert. Dafür musste der beauftragte Dachdeckerbetrieb einen Kran und anderes schweres Gerät aufbauen. Die Maßnahme ist zwar privat, muss aber natürlich von der Stadt genehmigt werden.
Nun beschweren sich Passantinnen und Passanten, dass sie die Kurt-Kappel-Straße nicht mehr begehen können, weil der komplette Baustellenbereich aus Platzgründen abgesperrt wurde.
Kran größer als gedacht
Das sei so mit der Verwaltung nicht abgesprochen gewesen, teilt uns das Rathaus auf Anfrage mit: „Seitens des Ordnungsamtes wurde gefordert und in der Sondernutzungserlaubnis auch als Auflage aufgenommen, dass zwischen der Kranfläche und dem Geländer an der Uferböschung der Itter eine freie Geh- und Fahrgasse von mindestens zwei Metern Breite verbleiben muss. Der Inhaber der ausführenden Firma sicherte dies gegenüber dem Ordnungsamt zu.“
Doch es kam anders: „Aufgrund der Ausmaße des Krans und dessen Stützen ist die Herstellung einer Geh- und Fahrgasse nicht möglich. Sowas passiert in seltenen Fällen, da einzelne Besonderheiten von theoretischen Planungen nicht immer erfasst sind.“
Schilder reichen nicht aus
Und nun? Jetzt müssen die Fußgängerinnen und Fußgänger einen kleinen Umweg über die Mittelstraße oder den Nove-Mesto-Platz einplanen – und zwar voraussichtlich bis Ende April 2023. Eigentlich verschmerzbar, aber für Senioren mit Rollator oder Menschen mit Gehbehinderung schon eine Belastung.
Zumindest haben Ordnungsamt und Straßenverkehrsbehörde das Unternehmen aufgefordert, die Beschilderung „unverzüglich und ordnungsgemäß nachzubessern“, so dass Ortsunkundige zumindest frühzeitig auf die Sperrung hingewiesen werden.
Hat die Firma nachgebessert? Naja, geht so…
Am heutigen Dienstagmittag, 28. März, steht in der Gasse zwischen dem alten Markt und der Kurt-Kappel-Straße lediglich ein Schild, das eine Baustelle „rechts um die Ecke“ ankündigt. Dass man gar nicht erst bis dahin laufen sollte, weil man nicht durchkommt, und man stattdessen besser gleich über die Mittelstraße Richtung Osten gehen sollte, das verrät das Schild nicht.
Vom Nove-Mesto-Platz kommend das gleiche Bild. Hinzu kommt, dass das Hinweisschild noch nicht einmal aufgestellt wurde und stattdessen auf der Erde liegt.
Und wer von der Bismarckstraße aus über die Kurt-Kappel-Straße flanieren möchte, erfährt erst kurz vor der Baustelle, dass es kein Durchkommen gibt – und muss sogleich wieder umkehren.
***Update***
Die mangelhafte Beschilderung wurde zwischenzeitlich optimiert: Das Schild vom Nove-Mesto-Platz wurde aufgestellt. Und am Zugang von der Bismarckstraße wurde ebenfalls ein Hinweis ganz vorne eingerichtet.
Bericht/Fotos: Achim Kaemmerer
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