Energiesparverordnung endet – Was hat es gebracht?

Wie viel hat die Stadt Hilden nun weniger verbraucht?

Der 15. April 2023 ist ein markantes Datum für die Energiesicherung. Zum einen werden die letzten drei deutschen Atomkraftwerke abgeschaltet – Grüne und Umweltverbände jubeln, Wirtschaftsverbände, andere Parteien und auch ein Großteil der Bevölkerung sieht das allerdings nicht so euphorischMehr erfahren

Zum anderen läuft heute die Energiesparverordnung des Bundes aus. Diese schrieb dem Handel, Privatmenschen und den öffentlichen Einrichtungen u.a. vor, wie viel Strom und Gas sie verbrauchen dürfen.

Nicht alle haben sich daran gehalten.

Aber die Stadt Hilden wollte mit gutem Beispiel voran gehen, deshalb haben wir einmal nachgefragt

 

Welche Energiesparmaßnahmen hat die Verwaltung umgesetzt?

Das Rathaus antwortet uns: „Die Stadtverwaltung Hilden hatte 2022 die Heizungen und Warmwasseranlagen in 20 städtischen Schulen und Turnhallen sowie in den Verwaltungsgebäuden bis Ende September abgeschaltet.“

 

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Ausnahme: Standorte, die für die Ganztagsbetreuung der Schulkinder in den Sommerferien in Betrieb blieben. In den Grundschulen, Turnhallen und Sporthallen hat die Stadt Hilden zum 1. Oktober 2022 das warme Wasser wieder angeschaltet, die Abschaltung in den Verwaltungsgebäuden wurde unbefristet verlängert.

Weitere Maßnahmen waren u.a. eine durchschnittliche Raumtemperatur von 19°C in den Büros der Verwaltungsgebäude sowie 17°C Maximaltemperatur in den städtischen Turnhallen.

 

Was passiert nun mit Ablauf der Verordnung?

„Die Stadt Hilden strebt die Einführung und Etablierung eines Energiemanagementsystems an“, teilt die Verwaltung mit. Der Stadtrat stimmt am 19. April über die Vorlage ab.

„In diesem Rahmen werden strategische Maßnahmen erarbeitet, die den Energieverbrauch dauerhaft und nachhaltig reduzieren.“

 

Das warme Wasser bleibe auch nach dem 15. April in den Verwaltungsgebäuden ausgeschaltet, die individuell angepasste nutzungsorientierte Temperatursteuerung wird fortgesetzt, heißt es weiter: „Welche Maßnahmen konkret durch das Energiemanagementsystem umgesetzt werden, ist derzeit noch offen.“

 

Und wie viel hat die Stadt eingespart?

„Die Stadt Hilden hat 2022 in all ihren Gebäuden rund 27 Prozent weniger Gas als im Vorjahr verbraucht – temperaturbedingte Einsparungen bereits rausgerechnet“, antwortet und das Rathaus. „In absoluten Zahlen heißt das: Standen Ende 2021 ca. 15,4 Mio. kWh auf dem städtischen Gaszähler, waren es 2022 nur noch rund 9,7 Mio kWh.“

Könnte sich also gelohnt haben…

 

Bericht: Achim Kaemmerer

Fotos: Archiv anzeiger24.de / AlexanderStein/Pixabay

 


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