
Altkleidercontainer sind praktisch für spendierfreudige Mitmenschen. Sie führen allerdings auch zu Problemen: Zu viele von ihnen könnten „das Orts- und Stadtbild negativ beeinflussen“, findet die Hildener Stadtverwaltung, zum Beispiel durch Vermüllung. Außerdem hat sich das Rathaus in einem Rechtsstreit mit einem gewerblichen Alttextilsammler wegen der Aufstellung von Altkleidercontainern auf öffentlichen Grundstücken „in die Wolle gekriegt“. Wir haben berichtet.
Nun wird die Standortregelung neu sortiert.
Der Stadtrat hat im Dezember 2025 das überarbeitete Konzept bewilligt.
Norden, Süden, Osten, Westen: Jeweils eine Sammelstation
Zum Jahresbeginn gibt es nur noch vier Anlaufstellen auf kommunalen Plätzen, die von der Stadtverwaltung betrieben werden:
- Nordmarkt, hinterer Durchgang zur Beethovenstraße
- Kalstert, zwischen Hausnummer 86 und 88
- Parkplatz Am Lindenplatz
- Reisholzstraße, zwischen Hausnummer 18 und 45
Außerdem können Altkleider kostenlos beim Wertstoffhof, Auf dem Sand 31, abgegeben werden. Da ist man allerdings von den Öffnungszeiten abhängig.
Genehmigung für Rettungsdienste bleibt
Ansonsten haben noch die Rettungsdienste Johanniter Unfallhilfe (JUH), Malteser Hilfsdienst (MHD) und Deutsches Rotes Kreuz (DRK) eine Genehmigung für den gemeinsamen Betrieb von Altkleidercontainern „auf privaten Grundstücken“ sowie „auf öffentlich zugänglichen Grundstücken, die zum größten Teil von der Stadt zur Verfügung gestellt wurden, aber nicht zu den öffentlichen Verkehrsflächen gehören“, erläutert die Stadtverwaltung in ihrer Abstimmungsvorlage. Das soll auch weiterhin so gelten.
Weitere private Anbieter werden allerdings keine „straßenrechtliche Sondernutzungserlaubnis“ (wie es im Verwaltungsdeutsch heißt) mehr für den öffentlichen Raum bekommen.
Wie gehen nun die karitativen Verbände mit der Neuregelung um?
Erlöse rückläufig – Wie wirtschaftlich ist die Sammlung noch?
Auf Nachfrage erklärt Saskia Koll, Kommunikationsreferentin der JUH Bergisches Land, stellvertretend für alle drei Rettungsdienste: „Bisher ist nicht geplant, die Stellplätze [auf privaten, aber öffentlich zugänglichen Grundstücken] aufzugeben. ggf. reduziert sich die Sammelmenge an diesen Standorten, wenn weitere Container an den genannten neuen vier Standorten aufgestellt werden. Dies bleibt jedoch abzuwarten“.
„Zur Vergabe der neuen Plätze bzw. den damit verbundenen Auflagen gibt es noch keine Informationen“, so Koll weiter. „Grundsätzlich sind wir daran interessiert, weitere Stellplätze zu nutzen, wenn dies für uns wirtschaftlich darstell- und durchführbar ist. Sollten uns weitere private Stellplätze angeboten werden, werden wir auch hier prüfen, ob sie für uns sinnvoll wären.“
Allerdings sind die Erlöse aus den Altkleidersammlungen mittlerweile rückläufig. Es sei daher „nicht absehbar, wie lange die Containersammlung von Altkleidern noch wirtschaftlich darstellbar ist“, sagt die Pressesprecherin abschließend. „Im Übrigen werden sich aufgrund der bis 2028 geplanten Anpassungen beim Textilrecycling weitere Änderungen ergeben, deren Tragweite aktuell für uns nicht absehbar ist.“
Bericht: KA
Archivfoto: anzeiger24.de
Weitere Nachrichten aus Hilden gibt es unter www.anzeiger24.de/hilden/news/
Du hast einen Tipp, eine Anregung, zu welchem Thema wir einmal recherchieren sollten?
Schreib uns an presse@deinhilden.de. Deine Zuschrift wird streng vertraulich behandelt!
Ihr wollt uns Eure Meinung sagen? Gerne per Mail an
oder als Kommentar bei Facebook.
Euch hat unser Beitrag gefallen? Dann liked und teilt ihn gerne.

