Sportanlage Bandsbusch: Wettkampflaufbahn wird saniert

Stadtrat bewilligt 1,5 Millionen Euro – Erneuerung Kleinspielfeld wurde jedoch zurück gestellt

Trotz Haushaltsloch: Politik und Verwaltung wollen nicht überall auf Investitionen verzichten. Zum Beispiel bei der Sportanlage am Bandsbusch: die rund 40 Jahre alte Wettkampflaufbahn ist nach Ansicht der Stadt Hilden Beteiligungsgesellschaft mbH (SHB) und mancher Sportvereine hochgradig sanierungsbedürftig. Und auch das Kleinspielfeld benötige einen neuen Kunststoffbelag und eine Erneuerung bei der Entwässerung, so der Wunsch. Der Stadtrat sollte daher am 15. April 2026 eine Eigenkapitalstärkung von 1,8 Millionen Euro billigen.

Das war den meisten Fraktionen jedoch etwas zu viel. Nach den Vorberatungen in den Fachausschüssen einigte sich nun eine Mehrheit aus CDU und FDP auf eine Bereitstellung von 1,5 Millionen Euro – aber nur für die Laufbahn sowie die Tartanflächen zwischen Laufbahn und dem Naturrasenplatz und ohne Erneuerung des Kleinspielfeldes (was die SPD auch gerne gehabt hätte, aber mit ihrem Antrag gescheitert ist).

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Dringend notwendig, aber auch richtig kalkuliert?

CDU-Ratsherr Michael Wegmann machte darauf aufmerksam, dass die Innenbahn bereits ein Jahr lang gesperrt sei. Die Sanierung sei daher dringend notwendig. Rudolf Joseph (FDP) ergänzte: Auf der Anlage finde Schul- und Vereinssport und die Sportabzeichen-Abnahme statt. Das Geld sei daher „gut investiert“.

Ulrich Siedentop vom Fraktionsbündnis Bürgeraktion/Piraten bemängelte allerdings, dass die Kosten lediglich aufgrund der Vorplanung (HOAI Leistungsphase 2) kalkuliert seien. Warum habe das Planungsbüro noch keine genauere Berechnung auf Grundlage der späteren Entwurfsplanung (HOAI Leistungsphase 3) angestellt? Und überhaupt: Wurden überhaupt Alternativen geprüft?
Die Verwaltung verwies in ihrer Antwort auf die SHB, da sie ja der Auftraggeber, bzw. Antragsteller sei.

Außerdem heißt es in der Sitzungsvorlage: „Der normgerechte Aufbau und ein geplanter Wartungsvertrag sichern die Lebensdauer der Anlage. Die Zugänge und Breiten sind barrierefrei gestaltet, damit die Anlage für alle nutzbar ist. Risiken wie Preissteigerungen oder Lieferengpässe sind in der Kalkulation abgebildet, Zeitpuffer sind eingeplant. Durch die Erneuerung der Anlage fördern wir nicht nur den Breitensport, sondern stärken die Vereinsstruktur, gewinnen Image für die Stadt und leisten einen Beitrag zur Gesundheitsförderung. Die Sanierung und der Umbau sind nicht nur eine bauliche Maßnahme, sondern ein notwendiger Schritt für die Zukunft des Sports in Hilden. Es wurden alle relevanten Aspekte geprüft, von der Wirtschaftlichkeit über die technische Normkonformität bis hin zur langfristigen Nutzung und Nachhaltigkeit.“

Wie geht es nun weiter?

Im zweiten Halbjahr 2026 soll das Projekt ausgeschrieben werden, erläutert die Verwaltung weiter. Die Umsetzung ist für das erste Halbjahr 2027 geplant. Zur Mitte der Laufsaison 2027 soll die Bahn nutzbar sein. Eine durchgehende Nutzung im Jahr 2026 sei weiterhin gewährleistet.

Bericht: KA
Foto: Archiv anzeiger24.de

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