Achtung, Vollbremsung: Warum diese „Schule auf Rädern“ Leben retten kann

25 Jahre Busschule bei der Rheinbahn: So werden Viertklässler für den Verkehrsalltag fit gemacht

Eine scheinbar ganz normale Busfahrt. Für viele ehemaligen Grundschüler, die nach den Ferien auf die weitergehende Schule kommen, wird dies bald der Alltag sein. Doch plötzlich: der Fahrer muss eine Vollbremsung hinlegen. Zum Glück haben sich alle Fahrgäste – groß und klein – sicher hingesetzt. Nur „Tim Tonne“ nicht. Er hat sich einfach in den Gang gestellt, ohne notwendigen Halt, dafür mit dem Smartphone am Ohr. Das Ergebnis: er wird einmal quer durch den Bus geschleudert, bis zur Vordertür. Sein Handy fliegt dabei durch die Scheibe.

 

 

Zum Glück ist dieses Szenario jetzt nicht real passiert. Doch die Kinder der acht Hilden Hildener Grundschulen haben viel gelernt: In der Busschule der Rheinbahn erfahren sie, wie man korrekt ein- und aussteigt, sich während der Fahrt platziert und festhält – und was man eben nicht machen sollte, zum Beispiel Rucksäcke einfach lose herumliegen lassen, herumdrängeln oder Sitzplätze blockieren.

 

Unbenannt-18-CoolCroc

 

Spielerisch, spannend, aber auch mit großem Ernst: Wie Kinder sicherer zur Schule kommen

Der Verkehrspädagoge Thomas Thiel erklärt den zukünftigen Pendlerinnen und Pendlern alle Verhaltensweisen anhand lebensnaher Übungen. Das ist einerseits aufregend und spaßig, kann andererseits im Ernstfall Leib und Leben schonen. Mit diesem Präventionsangebot in Kooperation mit der Kreispolizei will die Rheinfahrt die Busfahrten für Kinder ein Stück weit sattelfester machen.

 

Dank Stiftung und Polizei: Wechsel auf weiterführende Schule beginnt mit einer wichtigen Lektion

In diesem Jahr feiert die Busschule ihr silbernes Jubiläum. Seit 2002 haben mehr als 13.300 Kinder die Busschule durchlaufen, bzw. durchfahren.

Seit 2003 wird das Programm durch eine Zuwendung der Eugen-Otto-Butz-Stiftung ermöglicht. Und auch für die nächsten zwei Jahre sei diese Finanzierung gesichert, sagte der Vorsitzende Franz Haug beim Pressetermin am 18. Juni 2026 zu: „Die Busschule ist ein Erfolgsmodell, das Schule macht. Sie stärkt die Sicherheit unserer Kinder und ist damit eine Investition, die sich jeden Tag auszahlt.“

 

Rheinbahn-Vorständin Annette Grabe ergänzt: „Sicherheit ist die Grundlage für selbstständige Mobilität. Die Kinder lernen nicht nur die Regeln kennen, sondern erleben direkt im Bus und an der Haltestelle, wie sie Gefahren erkennen und sicher handeln können. Wer früh lernt, sich sicherer im ÖPNV zu bewegen, gewinnt an Selbstständigkeit und Vertrauen.“

 

Eine Evaluationsstudie der Bergischen Universität Wuppertal bestätigt, dass die Busschule der Rheinbahn typische Gefahrensituationen im Schulbus aufgreifen, Kinder für Risiken sensibilisieren und konkrete Handlungsmöglichkeiten vermitteln.

Somit bewahrheitet sich die alte Weisheit: „Nicht für die Schule, sondern das Leben lernen wir.“

 

Bericht: KA
Foto/Video: anzeiger24.de

 

Weitere Nachrichten aus Hilden gibt es unter www.anzeiger24.de/hilden/news/

 

Du hast einen Tipp, eine Anregung, zu welchem Thema wir einmal recherchieren sollten?

Schreib uns an presse@deinhilden.de. Deine Zuschrift wird streng vertraulich behandelt!

 


Ihr wollt uns Eure Meinung sagen? Gerne per Mail an

presse@anzeiger24.de

oder als Kommentar bei Facebook.

Euch hat unser Beitrag gefallen? Dann liked und teilt ihn gerne.