Hildens Europaplatz – ein Platz der Schande!

*Kommentar* 13.000 Euro für eine Blamage

Es gibt Projekte, die scheitern. Und es gibt Projekte, die von Anfang an zum Scheitern verurteilt sind. Hildens Europaplatz vereint beides!

Vor rund zwei Jahren wurde der Platz mit viel Pathos als Zeichen für Europa, Demokratie und Frieden mit einer Pressemitteilung der Stadt „eröffnet“. Die Idee stammte von der CDU und fand im Stadtrat eine breite Mehrheit. Dagegen ist grundsätzlich nichts einzuwenden. Ein Europaplatz kann ein starkes Symbol sein, wenn er diesen Namen auch verdient.

Doch genau das tut Hildens Europaplatz bis heute nicht

Statt einen repräsentativen Ort im Herzen der Stadt auszuwählen, entschied man sich für eine versteckte Wiese neben der Skateranlage. Ein Platz, den kaum jemand kennt, den kaum jemand besucht und der niemals die Aufmerksamkeit bekommen wird, die ein Europaplatz eigentlich verdient. Wer einem Symbol für Europa einen möglichst unauffälligen Standort geben möchte, hätte kaum einen besseren finden können.

Und heute? Das Ergebnis ist schlicht beschämend!

Die Blumenkübel sind inzwischen mit Graffiti beschmiert. Die Kübel dienen längst nicht mehr als Schmuckelemente, sondern werden regelmäßig als Mülleimer missbraucht. Unkraut macht sich breit, die gesamte Anlage wirkt ungepflegt und heruntergekommen. Aus einem Ort, der für Zusammenhalt und Werte stehen sollte, ist ein Sinnbild für Gleichgültigkeit geworden.

Dabei trägt die Verantwortung dafür nicht irgendein unbekannter Vandale allein. Auch die Stadt muss sich fragen lassen, warum dieser Zustand offenbar niemanden stört. Der Bauhof, der für die Pflege zuständig ist, hat seine Aufgabe offensichtlich nicht erfüllt. Wer einen Platz einrichtet, muss ihn auch erhalten. Alles andere ist Symbolpolitik auf Kosten der Steuerzahler.

 

Unbenannt-23-Edeka-Kuhland

 

Über 13.000 Euro Steuergeld für ein fragwürdiges Projekt

13.500 Euro wurden für Blumenkübel, einen Fahnenmast, eine Bank und einen Platz ausgegeben, der heute eher an eine vergessene Brache als an ein europäisches Bekenntnis erinnert. Man muss sich ernsthaft fragen, ob dieses Steuergeld nicht an anderer Stelle deutlich sinnvoller eingesetzt hätte werden können.

Noch schlimmer ist jedoch die Botschaft, die dieser Platz heute vermittelt. Wer Besucher oder Gäste dorthin führt, zeigt keinen Europaplatz, sondern einen Ort des Verfalls. Das ist weder ein Aushängeschild für Hilden noch ein würdiges Symbol für Europa.

Vielleicht ist es an der Zeit, sich einzugestehen, dass dieses Projekt „gescheitert“ ist. Ein Europaplatz darf kein Alibi sein, das nach der Einrichtung sich selbst überlassen wird. Entweder die Stadt macht aus diesem Ort endlich einen Platz, der seinen Namen verdient, oder sie sollte den Mut haben, den Fehler der Standortwahl einzugestehen und über einen echten Europaplatz an einem zentralen Ort nachzudenken.

Denn eines ist sicher: So, wie sich Hildens Europaplatz heute präsentiert, ist er kein Symbol für Europa, sondern ein Symbol dafür, wie man eine gute Idee gründlich gegen die Wand fahren kann.

 

Quelle: Stadt Hilden
Bericht: LT

Fotos/Video: anzeiger24.de

Weitere Nachrichten aus Hilden gibt es unter www.anzeiger24.de/hilden/news/

 


Ihr wollt uns Eure Meinung sagen? Gerne per Mail an presse@anzeiger24.de

oder als Kommentar bei FacebookEuch hat unser Beitrag gefallen? Dann liked und teilt ihn gerne.


Du hast einen Tipp, eine Anregung, zu welchem Thema wir einmal recherchieren sollten?

Schreib uns an presse@deinhilden.de.
Deine Zuschrift wird streng vertraulich behandelt!