
Der Schulhof der Gemeinschaftsgrundschule Im Kalstert (Standort Kalstert 86, neben dem SV Ost) soll aufgefrischt werden. Über eine entsprechende Entwurfsplanung stimmen die Ausschüsse für Schule und Sport am 10. September, für technische Infrastruktur am 17. September und für Finanzen und Beteiligung am 23. September 2026 ab.
Die Kosten sind auf 1,3 Millionen Euro kalkuliert.
Der Schulhof aus den 1970er Jahren entspricht laut Verwaltungsangaben nicht mehr den modernen Anforderungen an Pädagogik, Bewegung und Klimaanpassung.
Fläche entsiegeln und Platz für Lern- und Bewegungsraum schaffen
Die Fläche soll nun entsiegelt und als „multifunktionaler Lern- und Bewegungsraum“ neu strukturiert werden, heißt es in der Abstimmungsvorlage.
Vorgesehen sind folgende Maßnahmen:
- Aufbrechen der versiegelten Betonsteinpflaster und Asphaltschichten zur Verbesserung des Mikroklimas. „Das eingesetzte Ökopflaster mit hohem Fugenanteil und begrünbaren Fugen ermöglicht eine verbesserte Versickerung des anfallenden Niederschlagswassers“, erklärt das Rathaus. „Durch die Verdunstungsleistung der Vegetation trägt es außerdem zur Reduzierung der Oberflächentemperaturen bei. Gleichzeitig wird der Anteil vollständig versiegelter Flächen reduziert.“
- Schaffung von Aktions-, Lern- und Ruhe-Bereichen, z.B. Sitzen, Kletterzone, Ballspielmöglichkeiten, Boulderanlage und integrierte Schachfelder. Durch die Anordnung der Natursteine soll ein „Grünes Klassenzimmer“ entstehen, das eine „attraktive Lernsituation im Freien“ ermöglicht und zugleich Raum für Erholung und Austausch bietet.
- Der gut erhaltene Kletterkubus bleibt bestehen. Zusätzlich wird an der Sporthalle eine Ballspielfläche mit zwei Bolzplatztoren und Basketballaufsätzen geschaffen. An der dem Schulhof zugewandten Stirnseite wird hinter dem Tor ein vier Meter hoher Ballfangzaun installiert. Um die zentralen „Inseln” werden Bodenmarkierungen wie Abbiegepfeile zur Verkehrserziehung ergänzt.
- Sicherstellung von Pflege- und Rettungswegen, Feuerwehrbewegungsflächen, Barrierefreiheit sowie ein umfriedeter, strukturierter Fahrradabstellbereich
- Schaffung zusätzlicher Grün- und Vegetationsflächen sowie ausreichend beschatteter Bereiche durch verschiedene Klein- und Großbäume. Hecken sollen als Sichtschutz und Raumbilder errichtet werden. Hinzu kommen sollen insektenfreundliche und ungiftige Pflanzen.
- Der neue Platz soll auch für „stadtteilrelevante, kulturelle Veranstaltungen (z.B. St. Martinsfeier) ertüchtigt werden.
- Neues Beleuchtungskonzept, das auch in den dunkleren Jahreszeiten ein „sicheres Gefühl“ vermitteln soll.
- Neue Fahrradbügel am südlichen Zugang und 66 Fahrrad- und zwölf Rollerstellplätze vor der Sporthalle sind außerdem geplant.
- Im Zentrum des Schulhofs wird eine der „Inseln“ mit Ökopflaster um ca. fünf Zentimeter abgesenkt, um einen temporären Sammel-, Retentionsraum und Versickerungspunkt für Niederschlagswasser auszubilden.
Allerdings müssen auch einige Bäume wegen „geringer Vitalität, der geringen Platzverhältnisse im Bereich der Sporthalle und zum Schutzes des Bestandsgebäudes“ entfernt werden. Dafür werden „zwei qualitativ hochwertige Bäume gepflanzt, die bereits zum Zeitpunkt der Fertigstellung eine entsprechende Beschattungswirkung entfalten“, erklärt die Verwaltung. „Die Bäume, die in der Pflasterfläche verortet werden, erhalten Baumroste und verdichtungsfähiges Baumsubstrat.“
Nun muss die Politik noch bestimmen, ob dieses Projekt durchgeführt und die Haushaltsmittel freigegeben werden.
Bericht: KA
Archivfoto: anzeiger24.de / Grafik: Stadt Hilden
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