
Statt im Haus des Lernens werden die Kinder im Schulzentrum Beethovenstraße derzeit nachmittags in Containern unterrichtet und betreut. Wie lange soll das noch so weitergehen, wollten die Ratsfraktionen SPD und Grüne wissen und stellten eine gemeinsame Anfrage an die Verwaltung.
Nun ist die Antwort da.
„Die bestehende Containeranlage ist aufgrund ihres Alters und ihres baulichen Zustands als langfristige Lösung nicht mehr haltbar“, räumt das Rathaus ein. „Insbesondere die bauphysikalischen Eigenschaften und die wiederkehrenden Probleme mit Schädlingsbefall führen zu Einschränkungen bei der vorwiegend nachmittäglichen Nutzung.“
Auch die mangelhafte Isolierung stellen sowohl für die Kinder als auch für die Mitarbeitenden eine Belastung dar. Aktuell seien die Bauten aber für den Nutzungszweck „noch angemessen nutzbar“.
Kurzfristige Erneuerung „nicht wirtschaftlich“
Eine kurzfristige vollständige Erneuerung der Containeranlage sei jedoch „nicht wirtschaftlich und notwendig“. Vielmehr plant die Stadt, die bestehende Containeranlage mit der geplanten baulichen Erweiterung der Schule durch eine „nachhaltige bauliche Lösung zu ersetzen“. Eine Ausschreibung werde gerade vorbereitet.
„Unabhängig davon wird die Nutzbarkeit der bestehenden Räume fortlaufend beobachtet. Sollten einzelne Räume aufgrund konkreter Mängel nicht mehr nutzbar sein, sind für die betroffenen Nutzungen kurzfristige Alternativen im Einzelfall zu prüfen“, heißt es weiter.
Klammes Raumklima, Fremdgeruch und Ameisen
Die beiden Parteien erkundigen sich außerdem nach „Feuchtigkeitsproblemen“ und dem „klammen Raumklima“ und fragen nach Maßnahmen.
Die Probleme seien bekannt, sagt die Verwaltung, aber: „Eine konkrete gesundheitlich relevante Belastung der Raumluft wurde im Rahmen eines Ortstermins im Jahr 2025 durch einen hierfür hinzugezogenen Experten nicht festgestellt.“
Der „typische Fremdgeruch“ wurde auf „Zersetzungsprodukte von Konservierungsmitteln“ zurückgeführt, die bei der Herstellung der in den Wänden und Böden verbauten Holzwerkstoffplatten eingesetzt wurden. Der Experte habe diesen Geruch jedoch „nicht mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen verbunden“.
Dennoch werde die Situation „weiter beobachtet“: Sollte sich ein konkreter Verdacht auf einen Feuchteschaden ergeben, würde eine „entsprechende fachliche Überprüfung veranlasst“, teilt das Rathaus mit.
Außerdem gibt es Klagen über einen wiederkehrenden Ameisenbefall. Dieser werde regelmäßig durch einen Fachbetrieb bekämpft, sagt die Verwaltung: „Die aktuell erforderlichen Maßnahmen zur Schädlingsbekämpfung wurden bereits eingeleitet bzw. werden fortgeführt“.
Darüber hinaus werde geprüft, ob sich „einzelne kurzfristige Verbesserungen an der bestehenden Anlage umsetzen lassen“.
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Abschließend heißt es: „Eine zusätzliche Übergangslösung, beispielsweise durch die Aufstellung weiterer Mietcontainer, ist seitens der Verwaltung derzeit nicht vorgesehen. Die Verwaltung konzentriert ihre personellen und finanziellen Ressourcen vielmehr auf die Planung und Umsetzung der vorgesehenen baulichen Erweiterung der Schule sowie den dauerhaften Ersatz der bestehenden Containeranlage.“
Quelle: Stadt Hilden
bearb: KA
Fotos: anzeiger24.de
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