Gebühren für Kranken- und Rettungstransporte sollen steigen

Nach sechs Jahren sei eine Anpassung notwendig – Jetzt muss noch die Politik zustimmen

Alles wird teurer – auch die Lebensrettung. Die Stadt Hilden will die Tarife für die Benutzung der kommunalen Krankentransport- und Rettungstransportwagen erhöhen. Über die geplante neue Gebühren-Satzung sollen der Hauptausschuss am 3. Dezember, der Finanzausschuss am 10. Dezember und final der Stadtrat am 16. Dezember 2025 entscheiden.

 

Die bislang gültigen Gebühren der Stadt Hilden stammen aus dem Jahre 2019. Nach so vielen Jahren sei daher eine „Tarifanpassung“ notwendig, heißt es in der Abstimmungsvorlage: „Die Anzahl der Fallzahlen im Kranken- sowie Rettungstransport nimmt seit Jahren zu.“ Allein in 2023 gab es knapp 8.500 Einsatzfahrten, weitere Vergleichszahlen benennt das Rathaus allerdings nicht.

 

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Die geplanten neuen Tarife

Nach der neuen Kalkulation soll die Gebühr für einen Krankentransport von 266 auf 299,67 Euro und für einen Rettungswageneinsatz von 548 auf 836,08 Euro steigen.

Darüber hinaus soll ein „gesonderter Tarif für die entstandenen Leitstellenkosten je Einsatzart“ berechnet werden: bei einem Krankentransport 47,26 Euro und bei einem Rettungstransport 63,01 Euro.

Hinzu kommt eine Kilometergebühr von je 2,50 Euro.

 

Dabei spricht die Verwaltung von einer „sparsamen, wirtschaftlichen und effizienten Haushaltswirtschaft“, die „dem gebührenrechtlichen Erforderlichkeitsprinzip“ entspreche. Die neuen Sätze lägen „unter dem Schnitt der benachbarten Träger“. Die Stadt sei „zur ordnungsgemäßen Gebührenkalkulation gehalten“, d.h.: die Gebühren müssen kostendeckend sein.

Ausschlaggebend dafür sind vor allem die Positionen: Personalkosten, Kosten für Sach- und Dienstleistungen sowie kalkulatorische Kosten (basierend auf einem „Nutzenkalkül“). Für 2026 und 2027 rechnet die Stadt mit durchschnittlichen Kosten von 6.872.276,04 Euro pro Jahr.

 

Die Kostenträger – also Feuerwehr und Rettungsdienste – haben bereits „schriftlich das Einvernehmen zur Rettungsdienstgebührenkalkulation der Stadt Hilden erteilt“, heißt es abschließend.

Nun muss noch die Politik zustimmen.

 

Bericht: KA

Archivfoto: anzeiger24.de

 

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