Die Zukunft des Area 51: Verwaltung legt ihr Konzept vor

Welche Angebote sollen im Jugendtreff erhalten bleiben?

Es war einst das Vorzeigeobjekt und Vorbild für einen modernen Jugendtreff. Inzwischen dümpelt das Area 51 im Hildener Norden ein wenig vor sich hin. Und viele Menschen fragen sich: Wie geht es denn nun weiter?

Eine Hildenerin hat sogar eine Petition gestartet, in der sie den Erhalt eines „offenen Jugendzentrums“ fordert: „Das Area 51 darf nicht durch ein reines Kulturzentrum ersetzt werden“, schreibt die Initiatorin. „Tage der offenen Tür dürfen nicht als Sparmaßnahme um einen Tag gekürzt werden. Das Haus ist ein wichtiger Treffpunkt für junge Menschen, deshalb müssen Jugendliche aktiv in diese Entscheidung mit einbezogen werden.“ Am Donnerstag, 27. November 2025, gab es bereits knapp 600 Unterschriften.

 

Doch was genau ist nun eigentlich für die Zukunft des Area 51 geplant?

Da hielt sich die Stadtverwaltung lange Zeit bedeckt. Im Hintergrund wurde an einem Konzept gefeilt, das nun am 4. Dezember dem Jugendhilfeausschuss und am 11. Dezember 2025 dem Ausschuss für Kultur und Heimatpflege präsentiert wird.

 

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Zukünftige Nutzung des Area 51

Der Plan: Das Kulturamt soll im Area 51 das kulturpädagogische und kulturelle Angebot für Kinder und Jugendliche „systematisch ausbauen“, heißt es in der Verwaltungsvorlage.

  • Anstelle der offenen Kinder- und Jugendarbeit an drei Tagen pro Woche, soll ein weiterhin offenes Angebot treten, allerdings nur an zwei Tagen in der Woche.
  • Zusätzlich sollen an den anderen Tagen zeitlich begrenzte und kostenlose Workshops und Kurse für Kinder und Jugendliche angeboten werden, etwa von städtischen Kultureinrichtungen (Musikschule, Stadtbibliothek, Museum, Stadtarchiv, Kinder- und Jugendkunstschule) oder von externen Anbietern wie dem Kulturrucksack NRW.
  • Auch für regelmäßige Treffen von Bands, Theater- oder Tanzgruppen soll das Area 51 als Anlaufpunkt dienen.
  • Das Spiel- und Bewegungsangebot der Jugendförderung am Mittwoch soll erhalten bleiben.
  • Speziell für Kinder und Familien sind darüber hinaus Kindertheater-Aufführungen, Flohmärkte, Eltern-Cafes u.ä. in Zusammenarbeit mit dem Familienbüro Stellwerk vorgesehen.
  • An Wochenenden sollen kulturelle Veranstaltungen von, für und mit Jugendlichen stattfinden, beispielsweise Konzerte, Theater- oder Tanzaufführungen, Nacht der Jugendkultur oder Halloween-Partys.
  • Kitas und Schulen sollen das Area 51 für Projekte und/oder Aufführungen im Netzwerk „Kulturelle Bildung in/mit Kita, Schule und OGS“ nutzen können.

„Es ist beabsichtigt, in einer erneuten Befragung Jugendlichen die Möglichkeit zu geben, konkrete Wünsche zum zukünftigen (kulturellen) Angebot im Area 51 zu äußern“, heißt es weiter. „Darüber hinaus soll eine Jugendgruppe gebildet und unterstützt werden, die zunächst die Umgestaltung des Hauses zu ‚ihrem Jugendkulturhaus‘ planen und umsetzen und nachfolgend aktiv das Angebot mitplanen und -gestalten soll.“

 

Als Ersatz für den geschlossenen Bürgertreff an der Lortzingstraße kann das Zentrum bereits jetzt für private Events von Vereinen, Parteien, Verbänden und anderen sozial tätigen Organisationen angemietet werden – wenn keine städtischen Angebote laufen. Auch das ist weiterhin im Konzept vorgesehen, begrenzt auf 20 Nutzungen pro Jahr. Für die Kosten muss noch eine Entgeltordnung erstellt werden, etwa für Hausmeisterdienst, Reinigung und Energie.

Ausgeschlossen werden sollen aber: Nutzung von Privatpersonen (z. B. Geburtstagsfeiern), Nutzung für Wohnungseigentümergemeinschaften, gewerbliche Nutzungen (z. B. Puppenbühne, Theater). Ausnahmen könnte es für Dauernutzer (z. B. Tanzvereine) geben.

 

Personelle und finanzielle Ausstattung

Die derzeitige kulturpädagogische Fachkraft mit einer wöchentlichen Arbeitszeit von 30 Stunden soll das offene Angebot an den zwei vorgesehenen Tagen pro Woche mitbetreuen und „regelmäßig auch kulturpädagogische Impulse setzen“. Ihr zur Seite steht ein weiterer Mitarbeiter mit 12,5 Stunden pro Woche. Zusammen sollen sie „schrittweise die Umwandlung des Area 51 in ein Kinder- und Jugendkulturzentrum gestalten“. 

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Dem Kulturamt stehen 15.000 Euro Fördergelder vom Land NRW zur Verfügung.

Für die geplanten Angebote ist für den Haushalt 2026 ff ein Budget in Höhe von 20.000 Euro (10.000 Euro für Honorare, 10.000 Euro für weitere Sachkosten) veranschlagt.

 

Fazit der Verwaltung

„Das Jugend- und Kulturzentrum Area 51 wird (…) in Zusammenarbeit mit den in Hilden vorhandenen kulturellen Einrichtungen und Angeboten zu einer ‚kulturellen‘ Einrichtung für Kinder und Jugendliche entwickelt“, sagt die Verwaltung abschließend. „Selbstverständlich werden hier auch künftig offene Kinder- und Jugendangebote vorhanden sein.“

 

Daneben gibt es im Stadtgebiet den Abenteuerspielplatz, den Campus OT, das Jugendhaus, den Jugendclub Mühle e.V. und den Jugendtreff am Weidenweg. Damit hält die Stadt Angebote für Jugendliche ab zwölf Jahren in der Stadtmitte und Angebote für Kinder bis 14 Jahren im Norden und Süden bereit, die auch für die Stadtteile Ost und West „gut erreichbar“ seien.

 

Jetzt also muss die Politik das Konzept bewerten und darüber abstimmen. Es könnte noch eine Menge Diskussionsbedarf geben.

 

Bericht: KA

Foto: anzeiger24.de / KI generiert mit Adobe Firefly 

 

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