
Mit Erde malen, das ist die Spezialität der Künstlerin Ulrike Arnold. Den Himmel und Naturphänomene in den Fokus rücken, das ist die Leidenschaft des amerikanischen Fotokünstlers Victor van Keuren. Schon oft waren die beiden gemeinsam in der Welt unterwegs, auf der Suche nach Inspiration, spannenden Motiven und seltenem Material für ihre Werke.
Nun stellen sie auch zusammen ihr Schaffen in Hilden aus: Die Schau „Zwischen Erde und Unendlichkeit: Kunst aus Erde, Steinen und Meteoritenspänen“ ist vom 30. November 2025 bis 18. Januar 2026 im Kunstraum Gewerbepark-Süd, Hofstraße 64, zu sehen.
Die Vernissage am 1. Adventssonntag beginnt um 11 Uhr.
Anschließende Öffnungszeiten: dienstags bis freitags von 14 bis 18 Uhr, samstags und sonntags von 11 bis 16 Uhr, an Feiertagen geschlossen.
Winterpause vom 15. Dezember bis 9. Januar
Eintritt frei
Ulrike Arnold: Kunst aus Gestein und Meteoritenspänen
Die gebürtige Düsseldorferin Ulrike Arnold (75) tourt seit mittlerweile rund 45 Jahren durch die Welt und arbeitet mit Erde, Sand und Steinen an unberührten Orten ohne jegliche Zivilisation, zum Beispiel Vulkan-Regionen oder Wüsten in fernen Ländern wie Australien, Madagaskar oder Chile.
Die Absolventin der Kunstakademie und Meisterschülerin von Klaus Rinke gräbt und schabt ihre Materialien aus Felsen und Millionen Jahre alten Gesteinsschichten aus und vermischt sie zu großformatigen Glanzstücken auf Leinwand.
Vor über 20 Jahren hat sie Meteoritenspäne entdeckt. Mit dieser seltenen „außerirdischen“ Substanz aus der Frühzeit des Universums, gewinnen ihre Werke eine außergewöhnliche kosmische Dimension.
Der Bezug zu Hilden ist auch gegeben: In den 70er und 80ern war sie Kunstlehrerin an der damaligen Wilhelm-Fabry-Realschule, heute Marie-Colinet-Schule. Doch dann entschied sie sich, aus dem Beruf auszusteigen: „Ich wollte meinen Traum leben“, und das scheint ihr gelungen zu sein. Heute lebt sie unabhängig sowohl in Düsseldorf als auch Arizona.
Ihre Malerei entsteht unter freiem Himmel – im Dialog mit Wind, Sonne, Regen und Zeit und vor allem ganz alleine für sich und ihre Kunst: „Die absolute Stille, das Beobachten der Abläufe der Natur, der tägliche Lauf der Sonne – all das macht mich zunehmend ruhig, weniger ängstlich. Ich fühle mich gut.“
Mit ihren Erdbildern möchte sie die Betrachter einladen, ein Bewusstsein für das Verhältnis zwischen Mensch, Erde und Kosmos anzustoßen. Dadurch verknüpft sie Kunst, Naturbeobachtungen und wissenschaftliche Neugier und weitet den Blick auf neue Perspektiven.
Victor van Keuren: Fotos von Naturspektakeln und Urgewalten
In 2015 lernte sie Victor van Keuren kennen, der sie mit seinen faszinierenden Portraits von Naturspektakeln und Urgewalten beeindruckte. Auch der gebürtige Kalifornier (Jahrgang 1957) begibt sich zu den abgelegensten und teilweise noch unerforschten Regionen der Erde, zum Beispiel karge, eisige Weiten der Antarktis oder die verborgenen Täler der Atacama. Auch ihm ist es wichtig, die natürliche Schönheit, Vielfalt und Erhabenheit unseres Planeten darzustellen und den Blick auf die unberührte Umwelt zu werfen.
Sein Markenzeichen ist die Übertragung eines zweidimensionalen Fotoobjektes in eine Skulptur aus dem 3D-Drucker. Durch die Gegenüberstellung ergänzen sich beide Werke zu einem stilisierten Gesamtbild.
Was ihn an seinem Motiv so fasziniert: „Der Himmel und die Natur sind sowohl abstrakt als auch realistisch.“ Das ermöglicht ihm viele Möglichkeiten, sich fototechnisch und -künstlerisch zu entfalten.
Rahmenprogramm
Zur Ausstellung „Zwischen Erde und Unendlichkeit“ im Kunstraum Gewerbepark-Süd wird es Begleitveranstaltungen geben:
- Matinee „Dialogue Earth“ am Sonntag, 7. Dezember 2025, um 11 Uhr. Mehr erfahren
- Kunstcafé am Samstag, 13. Dezember 2025
Bericht: KA
Foto: anzeiger24.de
Weitere Nachrichten aus Hilden gibt es unter www.anzeiger24.de/hilden/news/
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