
Im Eiszeitlichen Wildgehege von Mettmann hat die junge Kuh Nagata nun ihren ersten Nachwuchs zur Welt gebracht. Die Geburt ist glücklich verlaufen, aber eins fehlt noch: Für die beiden Jungbullen sucht der Kreis Mettmann noch passende Namen. Alle Bürgerinnen und Bürger des Neandertals können ihre Vorschläge unter presse@kreis-mettmann.de einreichen, bzw. als Kommentar auf den Facebook- oder Instagram-Seiten hinterlassen.
Wichtiger Hinweis: Traditionell erhalten neugeborene Heckrinder einen Namen mit dem Anfangsbuchstaben „N“, zurückzuführen auf den Zuchtstandort Neandertal. Es können daher nur Vorschläge mit „N“ als ersten Buchstaben angenommen werden.
Einsendeschluss ist Mittwoch, 25. Februar 2026, 12 Uhr.
Die Hegemeister wählen am Ende die Namen aus, die später auch bekannt gegeben werden.
Erste Nacht von Mama getrennt, aber bestens versorgt
Die Niederkunft stellte eine große Herausforderung dar – denn Nagata brachte Zwillinge zur Welt. Zunächst wurden die beiden Jungbullen von ihrer Mama getrennt. „Da eines der beiden Bullenkälber schneller auf den Beinen war als das andere, hatten wir Sorge, dass die Kuh das zweite Kalb nicht versorgt“, erklärt Hegemeisterin Hanna Walter.
Die Kälber verbrachten ihre erste Nacht in einer leeren Box im Tarpanstall. Dort wurden sie mit Kolostralmilch versorgt. Diese Biestmilch dient zum Aufbau des Immunsystems – was in den ersten Tagen des Lebens überlebenswichtig ist.
Gleich am nächsten Morgen wurden Nagata und ihre beiden Sprösslinge in der neu eingerichteten Quarantäne- und Behandlungsbox im alten Wisentstall wieder vereint. „Normalerweise stallen wir Kälber und Mütter auch bei schlechtem Wetter, Kälte und Schnee nicht auf, denn eigentlich können sie ab Geburt im Freien leben und kommen dabei sehr gut zurecht. In diesem Fall wollten wir aber auf ‚Nummer sicher‘ gehen und die beiden Bullen unter Beobachtung haben“, berichtet Hanna Walter.
Außerdem sollte gewährleistet sein, dass Nagata genug Milch produziert, um beide zu versorgen. „Ansonsten hätten wir eingreifen müssen“, erklärt die Hegemeisterin.
Nach einer Woche hatte die Kälberfamilie genug Kräfte gesammelt, um der Herde zu folgen.
Quelle/Fotos: Kreis Mettmann
bearb: KA
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