Seniorin verliert 300.000 Euro durch Betrug mit falschen Polizeibeamten

Eine 84-jährige Frau aus Hilden ist Opfer der Betrugsmasche sogenannter „falscher Polizeibeamter“ geworden. Die Seniorin verlor dabei nach Polizeiangaben rund 300.000 Euro – ihre gesamten Ersparnisse.

 

Nach dem derzeitigen Stand der Ermittlungen erhielt die Frau bereits im Dezember vergangenen Jahres erstmals einen Anruf von einem Mann, der sich als Polizist ausgab. Der Anrufer behauptete, das Geld der Seniorin sei bei ihrer Bank nicht mehr sicher. Stattdessen solle sie ihre Ersparnisse abheben, in Gold umtauschen und an einen Abholer der Staatsanwaltschaft übergeben, der das Vermögen angeblich sicher verwahren würde.

 

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In den folgenden Wochen meldeten sich der angebliche Polizeibeamte sowie weitere Komplizen immer wieder telefonisch bei der Frau. Sie gaben sich unter anderem als Staatsanwälte, Richter oder Bankmitarbeiter aus. Den Anweisungen folgend, übergab die Seniorin mehrfach Geld beziehungsweise Gold – insgesamt etwa 300.000 Euro.

 

Der Betrug flog erst am Freitag (6. März 2026) auf. Die Seniorin wollte bei ihrer Bank sogar eine Hypothek aufnehmen, um weitere Forderungen der Anrufer erfüllen zu können. Mitarbeitende der Bank wurden misstrauisch und alarmierten die Polizei.

 

Die Polizei leitete ein Ermittlungsverfahren ein und warnt erneut eindringlich vor solchen Betrugsmasche. Die Beamten appellieren: „Weder die Polizei noch die Staatsanwaltschaft fragt Sie am Telefon über Ihre Vermögensverhältnisse aus oder bietet an, Bargeld oder sonstige Wertgegenstände in eine vermeintliche „sichere Verwahrung“ zu nehmen. Auch werden keine sogenannten „Kautionszahlungen“ seitens der Polizei oder der Staatsanwaltschaft gefordert oder angenommen, um Angehörige, die eine angeblich schwere Straftat begangen haben, vor einer sofortigen Inhaftierung zu bewahren.

 

Wenn Sie einen solchen Anruf erhalten, legen Sie einfach auf! Halten Sie persönliche Rücksprache mit einem Verwandten und rufen Sie die echte Polizei in einem eigenständigen Telefonat von ihrem eigenen Haustelefon unter der 110 an!“

 

Quelle: Kreispolizeibehörde Mettmann, Symbolbild: KI erzeugt mit Adobe Photoshop, Bearbeitung anzeiger24.de: BL

 

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