Streit um Symbolpolitik und Kosten vor dem Hildener Bahnhof

Der von GRÜNEN beantragte und mit knapper Mehrheit beschlossene Regenbogenzebrastreifen vor dem Bahnhof in Hilden hatte im vergangenen Jahr für reichlich Aufregung gesorgt. Wir hatten berichtet. Die AfD-Fraktion versucht nun, die Umsetzung zu stoppen. Ihr Antrag zielt darauf ab, im Haushalt 2026 keine Mittel für die bunte Markierung bereitzustellen. Damit läge das Vorhaben erst einmal auf Eis.

Muss es wirklich eine aufwändige Markierung sein?

Den Grünen ging es nach eigenem Bekunden mit dem „Streifen“ darum, ein deutliches Signal für Vielfalt und Toleranz zu setzen. Eine alternativ von anzeiger24.de gestiftete Flagge für einen der drei Fahnenmasten vor dem Bahnhof hielten die Vertreter der Umweltpartei für nicht ausreichend. In den sozialen Netzen sorgte dies für reichliches Kopfschütteln.

Regenbogenzebrastreifen-copyright-anzeiger24

Kosten und Folgekosten in der Kritik

Die geplanten Kosten in Höhe von 3.700 € (Stand Juni 2025) sorgten angesichts leerer Kassen für Unverständnis. Auch wenn die Verwaltung derzeit nur noch von 3.000 € für die Erstellung ausgeht, bleiben weitere Aufwendungen für die Beseitigung von Vandalismusschäden und finale Entfernung offen. Hier müsste die Stadt möglicherweise erneut mehrere tausend Euro aufbringen.

AfD will das Projekt stoppen

Mit ihrem Antrag im Rahmen der Haushaltsberatungen will die AfD-Fraktion das Vorhaben nun erst einmal auf Eis legen. Der Vorschlag: Für das Jahr 2026 sollen keine städtischen Mittel für die Regenbogen-Markierung verwendet werden.

Die Fraktion argumentiert, dass rein symbolische Maßnahmen in wirtschaftlich schwierigen Zeiten nicht Priorität haben sollten. Solche Projekte müssten entweder verschoben oder privat finanziert werden.

Verwaltung: Auftrag bereits vergeben

Die Stadtverwaltung sieht allerdings wenig Spielraum für eine Kehrtwende, denn die Markierung wurde bereits beauftragt. Die Umsetzung sei lediglich wegen der Wetterbedingungen noch nicht erfolgt.

Die Kosten von rund 3.000 Euro würden aus dem bestehenden Budget für Straßenunterhaltung bezahlt.

Politischer Streit dürfte weitergehen

Der AfD-Antrag wird zunächst „nur“ im Finanzausschuss beraten, könnte anschließend aber auch im Stadtrat diskutiert werden.

Ob der Antrag tatsächlich eine Mehrheit findet und das Projekt noch gestoppt werden kann, ist offen. Klar ist jedoch: Der Regenbogenzebrastreifen wird weiter für Diskussionen sorgen.

 

 

Bericht: LT

Fotos/Video: anzeiger24.de

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