
Bezahlbarer Wohnraum bleibt in Hilden knapp. Während weiterhin über 300 Haushalte eine Sozialwohnung suchen, könnte sich der Bestand an öffentlich geförderten Wohnungen in den kommenden Jahren sogar nahezu halbieren. Das zeigt ein Bericht der Stadt zur Entwicklung des sozialen Wohnungsbaus.
Nachfrage bleibt hoch
Ende 2025 waren 311 Haushalte als wohnungssuchend registriert, fast genauso viele wie im Jahr zuvor. Besonders gefragt sind kleine Wohnungen: 144 Haushalte suchten eine Ein-Zimmer-Wohnung, weitere 54 eine Zwei-Zimmer-Wohnung.
Um eine Sozialwohnung zu bekommen, benötigen Interessenten einen Wohnberechtigungsschein (WBS). 2025 stellte die Stadt 391 dieser Bescheinigungen aus, im Jahr davor waren es 420.
Kaum freie Wohnungen
Die Vermittlungsmöglichkeiten sind jedoch begrenzt:
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2024 erhielten 42 Haushalte eine Sozialwohnung,
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2025 nur noch 15 Haushalte.
Insgesamt gibt es in Hilden derzeit 949 Sozialwohnungen, verteilt auf 132 Gebäude und 24 Vermieter. Für 127 Wohnungen hat die Stadt ein eigenes Belegungsrecht.
Bestand schrumpft deutlich
Langfristig könnte die Zahl der Sozialwohnungen stark sinken. Viele Wohnungen verlieren nach Ablauf der Förderbindung ihren Status.
Nach aktuellen Prognosen könnte der Bestand von 949 Wohnungen heute auf etwa 491 Wohnungen im Jahr 2034 zurückgehen – ein Rückgang um fast die Hälfte.
Kontrollen gegen Missbrauch
Damit Sozialwohnungen tatsächlich bei berechtigten Haushalten ankommen, kontrolliert die Stadt deren Nutzung. In den Jahren 2024 und 2025 wurden 20 Verstöße festgestellt, etwa wegen Zweckentfremdung oder unzulässiger Vermietung.
Der Bericht macht deutlich: Die Nachfrage nach bezahlbarem Wohnraum bleibt hoch – während das Angebot langfristig schrumpft.
Quelle: Stadt Hilden
Bericht: LT
Fotos/Video: anzeiger24.de
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