Weniger Engagement: Migrantenvereine in Hilden vor ungewisser Zukunft

Rückgang bei gemeinsamen Aktivitäten

Die Integrationsarbeit der Migrantenvereine in Hilden steht vor einer Neubewertung. Ein aktueller Bericht der Stadt zeigt, dass die Beteiligung an gemeinsamen Veranstaltungen deutlich zurückgegangen ist. Damit verlieren wichtige Begegnungsformate zwischen Vereinen, Stadtverwaltung und Bevölkerung an Bedeutung.

 

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Zum „Netzwerk der Hildener Migrantenvereine“, das 2021 offiziell gegründet wurde, gehören derzeit noch acht Organisationen unterschiedlicher kultureller Herkunft. Ein griechisch-deutscher Freundeskreis hat angekündigt, seine Arbeit einzustellen. Ein anderer Verein plant, seinen Sitz künftig nach Langenfeld zu verlegen.

Ziel des Netzwerks ist es, Integrationsprojekte gemeinsam zu gestalten und den Austausch zwischen den Kulturen zu fördern.

Traditionelles Kulturfest seit Jahren nicht mehr durchgeführt

Über viele Jahre hinweg war das frühere „Fest der Völker“, später „Fest der Kulturen“, ein zentraler Treffpunkt für interkulturelle Begegnung in der Stadt. Seit 2019 fand die Veranstaltung jedoch nicht mehr statt.

Nach pandemiebedingten Ausfällen und organisatorischen Schwierigkeiten wurde ein geplanter Neustart 2024 kurzfristig abgesagt. Auch beim Hildener Bürgerfestival 2025 blieb die Beteiligung der Migrantenvereine gering – nur ein Verein nahm teil.

Engagement findet in Vereinen statt

Einzelne Initiativen sind aber weiterhin engagiert. Sie organisieren Sprachförderangebote für Kinder, kulturelle Veranstaltungen, religiöse Feste oder Vereinsjubiläen.

Beispielsweise unterstützen Projekte Kinder mit Migrationshintergrund beim Spracherwerb und beim Einstieg in Schule und Alltag. Andere Vereine pflegen kulturelle Traditionen oder beteiligen sich an Veranstaltungen wie dem Weihnachtsmarkt.

Wie geht es weiter?

Vor diesem Hintergrund diskutiert die Stadt über die zukünftige Förderung der Integrationsarbeit. Dabei geht es unter anderem um die jährliche Unterstützung von rund 4.500 Euro, deren Verwendung neu geregelt werden könnte.

Wie sich die Zusammenarbeit der Migrantenvereine künftig entwickeln wird, ist derzeit offen. Klar ist jedoch, dass neue Impulse erforderlich sein müssen, um gemeinsame Aktivitäten und die interkulturelle Zusammenarbeit langfristig zu stärken.

Quelle: Stadt Hilden
Bericht: LT

Fotos/Video: anzeiger24.de

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