
Für die einen ist es ein Zeichen für „Toleranz, Vielfalt und ein respektvolles Miteinander“. Andere sehen darin eine überflüssige Geldverschwendung und Symbolpolitik, die nicht wirklich etwas bewirkt. Wie auch immer: eine Mehrheit im Stadtentwicklungsausschuss aus Grünen, SPD und dem Einzelmitglied Alex Behner (damals Allianz für Hilden) hat entschieden, es gab kontroverse Diskussionen – und jetzt ist es vollendet. Auf dem Fußweg des Hildener Bahnhofsvorplatzes erstrahlt seit Freitag, 27. März 2026, die Regenbogenmarkierung (in der Vergangenheit wurde oft von einem „Zebrastreifen“ gesprochen, was aber irreführend ist, da sich die Streifen nicht auf der Straße befinden und dies ohnehin in der Straßenverkehrsordnung nicht zulässig wäre).
Ein Platz, an dem viele Menschen vorbei kommen
„Der Regenbogen ist auch ein Symbol für Hoffnung und Frieden – beides ist heute wichtiger denn je“, erklärt Bürgermeister Claus Pommer. „Die Bodenmarkierung soll nicht nur mit ihrer Farbgestaltung, sondern auch mit der fächerförmigen Anordnung, die an Sonnenstrahlen erinnert, diese Offenheit repräsentieren“, ergänzt die Stadt Hilden in ihrer Pressemitteilung.
Der Standort wurde als zentraler Verkehrsknotenpunkt mit Bus- und Bahnanschluss und Verweilplatz „bewusst gewählt“ worden, da täglich zahlreiche Menschen vorbeikommen, heißt es weiter.
Zur Ausführung wurde ein Unternehmen beauftragt, das bereits im Rahmen eines bestehenden Vertrags regelmäßige Markierungsarbeiten auf Fahrbahnen oder Parkflächen im Stadtgebiet übernimmt. Dabei wurde das Regenbogen-Projekt erst einmal zurück gestellt, um vorrangige Maßnahmen zur Verkehrssicherheit durchzuführen, erklärt das Rathaus weiter: „Nach der Winterpause konnte die Regenbogenmarkierung nun realisiert werden.“
Kritik gab es vor allem an den Kosten – insbesondere mit Blick auf die Haushaltssituation. Nach damaliger Auskunft der Verwaltung belaufen sich die Bruttokosten für die farbliche Gestaltung auf rund 3.700 Euro. Hinzu kommen ggf. zusätzliche Ausgaben bei Vandalismusschäden, die sich auf etwa 80 Prozent der Installationskosten belaufen könnten.
Grüne verteidigen Beschluss
Die Grünen haben ihre Initiative entgegen Kritik und Anfeindungen stets vehement verteidigt: „Der Regenbogen-Zebrastreifen ist kein offizielles Verkehrszeichen, sondern ein Signal, dass hier alle Menschen willkommen sind“, erklärte die Fraktion im Sommer 2025 auf Anfrage von anzeiger24.de.
Den Vorwurf, der Vorschlag sei eine unnötige Ausgabe, weisen sie zurück: „Uns ist bewusst, dass solche Maßnahmen Geld kosten. Aber wo fangen wir an, etwas nicht umzusetzen, weil es Geld kostet? Sollten dann auch Integrationsveranstaltungen, Werbung für kulturelle Events oder Beflaggung zu besonderen Anlässen gestrichen werden?“
Bericht: KA
Foto: anzeiger24.de
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