
Am späten Dienstagnachmittag, 27. Januar 2026, kam es auf der A3 in Fahrtrichtung Köln wegen der Waghalsigkeit von mutmaßlichen Autodieben im Jugendalter zu einem spektakulären Polizeieinsatz. Etwa zwei Kilometer vor dem Autobahnkreuz Hilden hatte sich wegen eines Unfalls ein Stau gebildet. Um die Einsatzkräfte aus dem Kreis Mettmann durchzulassen, bildeten die Autofahrer die vorgeschriebene Rettungsgasse. Doch plötzlich scherte ein dunkler Volkswagen vor dem Krankenwagen ein und beschleunigte sein Tempo.
Bei dem hastigen Fahrmanöver beschädigte der Fahrer sieben Fahrzeuge und verunglückte mit seinem Wagen einige Meter weiter zwischen den Autos der Rettungsgasse.
Laut Zeugenaussagen sind vier Personen aus den Fenstern geklettert. Drei von ihnen haben die Flucht ergriffen.
Suche mit Polizeihubschrauber und Diensthund nach dem Fahrer
Ein Mädchen (15) konnte festgehalten durch Rettungskräfte bis zum Eintreffen der Polizei festgehalten werden.
Die Polizisten sperrte daraufhin für die Dauer der Unfallaufnahme die Autobahn in beide Fahrtrichtungen ab.
Während der Unfallaufnahme suchte ein Polizeihubschrauber aus Dortmund die drei Flüchtigen mit einer Wärmebildkamera. Die Hubschrauberpiloten konnten eine Person in einem Gebüsch aufspüren. Dieser reagierte nicht auf die Anweisungen der Beamten, die daraufhin ein Diensthund aus Mettmann einsetzten. Dabei wurde der Verdächtige von dem Tier verletzt. Rettungskräfte brachten den jungen Mann zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus. Bei seiner Durchsuchung fanden die Polizisten ein Einhandmesser.
Bei den weiteren Ermittlungen stellte sich heraus: Bei dem Flüchtigen handelt es sich um einen 16-jährigen Jugendlichen, der vermutlich den Unfallwagen gesteuert hat. In dem Auto sollen sich zudem die gefasste 15-Jährige und zwei weitere 17-Jährige befunden haben.
Der VW wurde wahrscheinlich in der Nacht zu Montag, 26. Januar, aus einer Werkstatt in Duisburg heraus gestohlen.
Verdacht auf Diebstahl, Hehlerei, Gefährdung des Straßenverkehrs
Das junge Mädchen wurde zur Autobahnpolizeiwache gebracht und nach der Beweisaufnahme von erziehungsberechtigten Personen abgeholt.
Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Duisburg erließ ein Haftrichter beim Amtsgericht Duisburg einen Haftbefehl gegen den 16-jährigen Unfallfahrer wegen besonders schweren Falls des Diebstahls von PKW wahlweise Hehlerei, Fahrens ohne Fahrerlaubnis, unerlaubten Entfernens vom Unfallort und Gefährdung des Straßenverkehrs.
Die beiden 17-Jährigen müssen nun mit einem Strafverfahren rechnen. Das Kriminalkommissariat 13 der Polizei Duisburg hat die Ermittlungen aufgenommen. Unter anderem soll die Frage geklärt werden, wer von ihnen an dem Autodiebstahl beteiligt war.
Quelle: Polizei Duisburg
bearb: KA
Foto: Kreispolizei Mettmann
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