Ausgezeichnet vom Bundespräsidenten: Hingabe und Mitgefühl als Lebenswerk

Rosemarie Lenz erhält BRD-Verdienstmedaille für ihr Engagement bei der Sterbe- und Trauerbegleitung

Was sie geleistet hat, verdient höchste Anerkennung. Und das sah Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier genauso: Für ihr ehrenamtliches Engagement bei der Hospizbewegung Hilden wurde Rosemarie Lenz nun mit der Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet. Die Übergabe erfolgte am 2. Dezember 2025 durch Landrätin Bettina Warnecke im Bürgerhaus Hilden, im Beisein von Bürgermeister Claus Pommer als Gastgeber.

 

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1938 in Wuppertal geboren erlebte sie als Kriegskind und Halbwaise schon früh, wie schmerzhaft Verluste sein können und wie entscheidend es ist, sich in schwierigen Zeiten Halt zu geben und Halt zu finden, erklärte Landrätin Warnecke in ihrer emotionalen und berührenden Laudatio.
Die heute 87-Jährige hat sowohl ihre schwerstbedürftige Tochter als auch ihren Ehemann bis zu ihrem Tod gepflegt. Darüber hinaus zog sie zwei Adoptivsöhne groß. „Damit zeichneten Sie ein Lebensbild, das von Hingabe und Verantwortung geprägt ist“,so Warnecke. 

 

Würde bewahren, Trost schenken, einfach für andere da sein

Und diesen Leidenschaft setzte sie ab 2011 bei der Sterbe- und Trauerbegleitung in der Hospizbewegung Hilden e.V. ein. Über 60 Menschen – viele von ihnen alleinstehend – in Krankenhäusern und Pflegeheimen hat sie auf ihrem letzten Lebensweg betreut, so Warnecke: „Sie kennen dieses Leid aus vielen Perspektiven und schenken Betroffenen Orientierung, Würde und Mitgefühl“.

 

Und dann kam Corona. Und auch in dieser sensiblen Zeit war Rosemarie Lenz für die Menschen da, die am meisten Zuwendung benötigten. Dabei nutzte sie moderne Technik: Per Smartphone hat sie sich medial vernetzt und den Kontakt aufrecht erhalten.

 

Die Geehrte ist auch in ihrem eigenen Zuhause – dem Wohnstift Haus Horst – aktiv als Alltagsbegleiterin für pflegebedürftige Menschen und Mitglied im Bewohnerbeirat.

Seelische Kraft, aber auch Gelassenheit schöpft sie aus dem Buddhismus einerseits und dem christlichen Glauben andererseits.

 

„Sie sind weit mehr als eine engagierte Helferin“, so Warnecke abschließend. „Sie verkörpern Menschlichkeit in Aktion: Mit Haltung, Mitgefühl und Verlässlichkeit leben Sie Werte vor, die unsere Gesellschaft zusammenhalten. Sie erinnern uns daran, dass Würde nicht allein durch Strukturen entsteht, sondern durch Menschen, die bereit sind, ihre Zeit, ihre Aufmerksamkeit und ihr Herz zu schenken.“

 

Bericht: KA
Foto: anzeiger24.de

 

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