
Seit der letzten Kommunalwahl in Hilden sind sieben Parteien, bzw. Wählergemeinschaften im Stadtrat vertreten. Die CDU stellt mit 20 Sitzen die stärkste Fraktion, gefolgt von der SPD mit zwölf Sitzen. Dahinter liegen AfD (acht Sitze), Bündnis 90/Die Grünen (sieben Sitze) sowie FDP, Bürgeraktion/Piraten und Die Linke mit jeweils drei Sitzen. Diese Kräfteverhältnisse prägen die politische Entscheidungsfindung maßgeblich.
Die „Kleinen“ hatten sich viel Mühe gemacht
In der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Finanzen und Beteiligungen am 25. März 2026 brachten insbesondere die kleineren Fraktionen eine ganze Reihe von Vorschlägen ein.
- Die AfD forderte unter anderem einen Einstellungsstopp in der Verwaltung, Einsparungen bei Gutachten, geringere Kulturausgaben sowie Änderungen bei einzelnen Projekten und Kooperationen.
- Die FDP setzte sich für infrastrukturelle Planungen, eine spätere Zielmarke bei Klimazielen und das Einfrieren von Personalkosten ein.
- Die Grünen wollten zusätzliche Mittel für Kindermaßnahmen sowie ein neues Gebührenmodell für Anwohnerparken einführen.
- Die Linke plädierte für eine Anpassung der Eigenbeteiligung bei der Schulverpflegung.
Geschlossene Ablehnung durch die Mehrheit von CDU und SPD
Der von CDU und SPD dominierte Ausschuss setzte sich jeweils nur kurz mit den eingebrachten Anträgen auseinander. Letztlich wurden sämtliche Vorschläge der kleineren Parteien abgelehnt.
Die Entscheidungen entsprechen den bestehenden Mehrheitsverhältnissen und sind demokratisch legitimiert. Gleichzeitig zeigt die Sitzung aber auch deutlich, dass kleinere Fraktionen trotz inhaltlicher Initiativen kaum Einfluss auf politische Beschlüsse haben. Auch Vorschläge, die aus Sicht einzelner Bürger als sinnvoll erscheinen mögen, haben es unter diesen Bedingungen schwer, eine Mehrheit zu finden.
Die Sitzung macht deutlich: In Hilden bestimmen CDU und SPD die politische Agenda. Für kleinere Parteien bleibt die Rolle vorerst auf das Einbringen von Ideen beschränkt.
Bericht: LT
Foto: anzeiger24.de
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