
Der Schreck war damals groß, als die Kplus-Gruppe im Herbst 2023 Insolvenz ankündigte und damit die Schließung des St. Josefs Krankenhauses drohte. Doch schnell war eine Lösung gefunden, denn zum Januar 2024 übernahm die GFO Kliniken Mettmann-Süd (Gemeinnützige Gesellschaft der Franziskanerinnen zu Olpe) den Betrieb an der Walder Straße – sowie das St. Martinus Krankenhaus in Langenfeld.
Nun also sind zwei Jahre vergangen. Was hat sich seitdem getan? Und wie sieht die Zukunft der beiden Gesundheitszentren aus?
Darüber informierte die GFO-Geschäftsleitung am Donnerstag, 23. Januar 2026, bei der ersten von drei Bürgerveranstaltungen im Atrium von St. Jacobus in Hilden.
Aus dem „Nichts“ neue Strukturen geschaffen
Der Neuanfang in Hilden war nicht leicht, erklärte der Kaufmännische Direktor Sven Mitteldorf: „Wir haben wenig bis gar nichts vorgefunden.“ Viele Mitarbeiter der Kplus-Gruppe hatten bereits gekündigt oder wollten noch kündigen. Und es waren keine Operationen möglich. Dafür war das Langenfelder Haus in einem „gesunden“ Zustand.
„Im Laufe des Jahres konnten wir den Betrieb stabilisieren“, berichtete Mitteldorf. Es konnten neue Strukturen geschaffen und Personal wieder aufgebaut werden.
Hinzu kam ein Geldsegen von der Landesregierung: 86,7 Millionen Euro Fördergelder wurden bewilligt. Darüber hinaus hatte der Kreis Mettmann 4 Millionen Euro Zuschuss zur Rettung des Standortes freigegeben.
Mit dieser Finanz„spritze“ will die GFO nun in die Zukunft investieren, kündigte Mitteldorf an.
Das bedeutet auch: große Bauvorhaben sind geplant.
So soll bis 2033 ein Neubau für die Mund-Kiefer-Gesichts-Chirurgie (MKG), Erweiterung der Zentralen Notaufnahme, einen zentralen Operationssaal und die stationäre Patientenunterbringung entstehen.
Das Bestandsgebäude B soll um ein viertes Obergeschoss aufgestockt werden.
Geplant ist außerdem der Ausbau des Funktionsbereichs Innere Medizin (Endoskopie) sowie die Sanierung der interdisziplinären Intensivstation und der Pflegestationen.
Was bieten die beiden Krankenhäuser?
Doch bereits jetzt sieht Middeldorf die beiden Häuser gut aufgestellt.
Der aktuelle Sachstand:
Das Haus in Langenfeld konzentriert sich auf ambulante Operationen und bietet darüber hinaus Allgemeine Innere Medizin und eine Geriatrie an.
Bis zu 110 Betten stehen dafür zur Verfügung.
In Hilden werden folgende medizinische Leistungen angeboten:
- Stationäre Versorgung
- Allgemeine Innere Medizin
- Allgemeine Chirurgie
- Orthopädie
- Frauenheilkunde / Brustzentrum
- Geburtshilfe (in Hilden zusammengeführt)
- Intensivmedizin
- MKG
Außerdem ist hier die Zentrale Notaufnahme für den Südkreis Mettmann inklusive Unfallchirurgie angesiedelt.
216 Betten sind in Hilden eingerichtet.
Weitere Infoveranstaltungen:
Haan: Montag, 26. Januar 2026, um 17 Uhr in der Städtischen Gesamtschule im Schulzentrum Walder Straße 15
Langenfeld: Mittwoch, 4. Februar 2026, um 18 Uhr im Kulturzentrum Schauplatz, Hauptstraße 133
Bericht: KA
Fotos/Montage: anzeiger24.de / Pixabay
Weitere Nachrichten aus Hilden gibt es unter www.anzeiger24.de/hilden/news/
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