
Unter dem Vorwand, die Wasserzähler ablesen zu müssen, haben sich zwei Männer am Mittwochvormittag, 30. September 2026, Zugang zum Haus eines 81-Jährigen in Hilden verschafft. Während einer der Männer den Senior in den Keller lotste, soll sein Komplize beziehungsweise er selbst Schmuck aus dem Schlafzimmer gestohlen haben. Die Polizei sucht nun Zeugen.
Gegen 10.30 Uhr klingelten die beiden Männer an einem Einfamilienhaus an der Walder Straße, Höhe Henkenheide. Sie gaben sich nach Angaben der Polizei als Mitarbeiter des Wasserwerks aus und behaupteten, die Zählerstände ablesen zu müssen.
Der 81-jährige Bewohner ließ einen der Männer ins Haus und ging mit ihm in den Keller. Als der Mann anschließend das Schlafzimmer betrat und dort Schmuck an sich nahm, wurde der Senior misstrauisch. Er alarmierte die Polizei. Der Täter verließ daraufhin das Haus und flüchtete in Richtung Innenstadt.
Eine sofort eingeleitete Fahndung blieb ohne Erfolg. Die beiden Männer konnten nicht mehr angetroffen werden.
Polizei sucht Zeugen
Nach Angaben des Seniors waren beide Tatverdächtigen etwa 35 bis 40 Jahre alt und zwischen 1,75 und 1,80 Meter groß. Einer der Männer soll kräftig gebaut gewesen sein, schwarze Haare gehabt haben und ein weißes T-Shirt sowie eine gelbe Warnweste getragen haben. Den zweiten Mann beschreibt der Senior als schlank. Er habe ein schwarzes Oberteil und eine schwarze Hose getragen. Beide Männer werden vom Opfer als südostasiatisch erscheinend beschrieben.
Die Kriminalpolizei bittet nun um Hinweise. Wer am Mittwochvormittag rund um die Walder Straße in Höhe Henkenheide verdächtige Personen oder Fahrzeuge beobachtet hat, soll sich bei der Polizei in Hilden unter 02103 898-6410 melden.
Polizei warnt vor falschen Handwerkern
Die Polizei nimmt den Fall zum Anlass, erneut vor sogenannten Trickdieben zu warnen, die sich unter einem Vorwand Zutritt zu Wohnungen und Häusern verschaffen. Fremde sollten grundsätzlich nicht ungeprüft ins Haus gelassen werden.
Wer behauptet, im Auftrag der Stadtwerke, eines Telefon- oder Internetanbieters oder als Handwerker unterwegs zu sein, sollte einen Dienstausweis vorzeigen. Allerdings weist die Polizei darauf hin, dass auch solche Dokumente gefälscht sein können. Im Zweifel empfiehlt sie, bei Angehörigen oder Freunden nachzufragen oder die Polizei zu verständigen.
Wichtig: Seriöse Unternehmen kündigen Besuche in der Regel vorher an. Wer unangemeldet vor der Tür steht und Zutritt verlangt, sollte deshalb besonders kritisch geprüft werden.
Quelle + Foto: Kreispolizei Mettmann, Bearbeitung anzeiger24.de: BL
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