
Über 19.000 Menschen Ü60 leben derzeit in Hilden – das macht etwa ein Drittel der Bevölkerung aus. Viele von ihnen fallen mit dem Renteneintritt in ein tiefes Loch: Was soll ich jetzt bloß mit meiner ganzen Zeit anfangen? Andere sind alleinstehend und haben niemanden, um die viele Zeit miteinander sinnvoll zu verbringen.
Zu diesem Zwecke haben die Stadt Hilden und diverse lokale Wohlfahrtsvereine vor rund 20 Jahren die ZwAR-Gruppen („Zwischen Arbeit und Ruhestand“) ins Leben gerufen. Der ZwAR e.V. in Dortmund hat das Konzept bereits in den 70er Jahren entwickelt.
In jedem Stadtteil haben sich mehrere Netzwerkgruppen für Freizeitgestaltungen gegründet.
Und nach wie vor werden die Angebote gerne angenommen.
Foto oben v.l.: Die Ansprechpartnerinnen – Ronja Kasper (Büro „Stellwerk“ Stadt Hilden), Heidi Thöring, Janine Wrobel, Stefanie Tharra und Heike Cremerius
Die Standorte
- Basisgruppe Nord
Nachbarschaftszentrum St. Marien, Katholische Kirchengemeinde, Meide 2
Verantwortlich: Stefanie Tharra
Telefon: 02103/465 43
E-Mail: tharra@kath-hilden.de
- Basisgruppe Süd
Nachbarschaftszentrum Haus im Süden
Diakonie-Haus, St.-Konrad-Allee 76 a
Verantwortlich: Heidi Thöring
Telefon: 02103/621 54
E-Mail: h.thoering@diakonie-kreis-mettmann.de
- Basisgruppe Ost
Nachbarschaftszentrum Robert-Gies-Haus
AWO, Clarenbachweg 7-9
Verantwortlich: Heike Cremerius
Telefon: 02103/81 07
E-Mail: robert-gies-haus@awo-hilden.de
- Basisgruppe Mitte-West
St. Jacobus, Katholische Kirchengemeinde, Mittelstraße 8.
Verantwortlich: Stefanie Tharra
Telefon: 02103/465 43
E-Mail: tharra@kath-hilden.de
- Basisgruppe Mitte-Ost
Nachbarschaftszentrum Josef-Kremer-Haus
AWO, Schulstraße 35
Verantwortlich: Janine Wrobel
Telefon: 02103/24 01 88
E-Mail: wrobel@awo-hilden.de
Wer sich über die bisherigen Treffpunkte und Angebote informieren will, finden die nötigen Infos unter www.hilden50plus.de oder in den Flyern, die in diversen öffentlichen Einrichtungen ausliegen.
Aktiv sein und sich kümmern – „einfach vobeikommen“
In den Netzwerkgruppen sind quasi alle Arten der gemeinsamen Freizeitgestaltung möglich, also beispielsweise wandern, kochen, Theater- oder Ausstellungsbesuche, spielen, Nachbarschaftshilfe, Gedächtnistraining, Handarbeitsgruppen, Beratung zur Smartphone-Nutzung, Bewegungsangebote oder einfach nur zusammen Kaffee trinken. Und das ggf. sogar an allen Wochentagen.
Alles kann, nichts muss – die Angebote sind freiwillig, und alle Teilnehmenden können selber Aktivitäten vorschlagen oder initiieren. „Einfach vorbei kommen“, ermuntert Janine Wrobel alle Interessierten, die vielleicht noch Hemmungen haben.
So pflegen die Seniorinnen und Senioren bis ins hohe Alter ihre sozialen Kontakte und genießen die Teilhabe im vertrauten Umfeld.
Die Angebote werden größtenteils von ehrenamtlichen Kräften betreut – „ohne sie wäre das alles nicht möglich“, meint beispielsweise Heidi Thöring. „Jeder kann sich mit eigenen Ideen einbringen.“
Dadurch sind nicht nur Gruppen, sondern ganze Freundschaftsbünde entstanden, ergänzt Stefanie Tharra: „Hier können die Menschen gemeinsam älter werden. Und wenn jemand mal nicht mehr regelmäßig kommt, rufen die anderen an und erkundigen sich.“
Die Träger arbeiten mit dem städtischen Generationenbüro „Stellwerk“ als zentrale Anlaufstelle zusammen, um bestehende Angebote sichtbarer zu machen, Zugangsbarrieren abzubauen und Menschen frühzeitig mit den passenden Hilfen in Kontakt zu bringen.
Somit leisten engagierte Menschen einen wertvollen Beitrag gegen Einsamkeit im Alter.
Bericht: KA
Foto: anzeiger24.de
Weitere Nachrichten aus Hilden gibt es unter www.anzeiger24.de/hilden/news/
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