
Erst haben sich viele Anlieger gefreut, doch die gute Stimmung währte nicht lange: Im Mai hatte die Stadt Hilden die Erneuerung von diversen Fahrbahnbelägen im Stadtgebiet angekündigt. Doch kurz nachdem die Straßen saniert wurden, macht sich schon wieder Unmut breit. Ein Bürger hat sich nun bei unserer Redaktion gemeldet und beklagt, dass sich „die neue Asphaltdecke auflöst und die Qualität der Arbeiten mangelhaft“ sei. u.a. auf dem Barlach- und Birkenweg, der Felix-Mendelssohn-Straße, der Straße Neumarkt und der Uhlandstraße sind seltsame Flecken zu sehen. Sind das neue „Straßenschäden“? Beim städtischen Mängelmelder sind auch bereits mehrere Hinweise eingegangen.
Wie kann das also sein, will der Hildener wissen.
Wir fragen im Rathaus nach.
„Kein Mangel, sondern optischer Effekt“ durch Autoreifen
Der Technische Beigeordnete Peter Stuhlträger antwortet uns. Zunächst erläutert er, was überhaupt auf den besagten Straßen gemacht wurde: Auf den Fahrbahnbelägen wurde eine Dünnschichtsanierung durchgeführt, um die Straßen vor dem Eindringen von Wasser zu schützen und größere Schäden zu vermeiden. „So lässt sich die Lebensdauer der Fahrbahn verlängern und eine aufwendige und deutlich teurere Grundsanierung häufig hinauszögern. Die Dünnschichtsanierung hat sich seit vielen Jahren als wirtschaftliches und bewährtes Verfahren etabliert“, so Stuhlträger.
Bei einer Überprüfung mit dem ausführenden Bauunternehmen seien nun teilweise „leichte Aufrauhungen“ auf den neuen Asphaltoberflächen entdeckt worden. „Diese entstehen vor allem dort, wo Fahrzeuge im Stand stark einlenken, wenden oder einparken“, sagt der Dezernent. „Die Reifen beanspruchen die noch junge dünne Asphaltdecke an diesen Stellen besonders.“
Daher handele es sich hier „nicht um einen baulichen Mangel oder einen Schaden an der Straße. Es ist ein oberflächlicher, witterungsbedingter optischer Effekt“, der auch durch die hohen Temperaturen der letzten „zusätzlich verstärkt“ sein könnte, heißt es weiter. „Nach den Erfahrungen der Fachleute glätten sich diese Stellen mit der normalen Verkehrsbelastung im Laufe der Zeit wieder von selbst. Der neue Asphalt braucht nach dem Einbau einige Zeit, bis er vollständig ausgehärtet ist.“
Da also nach Beurteilung der Verwaltung hier kein technischer Mangel vorliegt, seien aktuell keine Ausbesserungsarbeiten erforderlich.
Die Fachleute würden aber die betroffenen Bereiche weiter beobachten: „Sollte sich wider Erwarten ein baulicher Mangel entwickeln, wird dieser im Rahmen der Gewährleistungsfrist durch das ausführende Bauunternehmen behoben. Nach derzeitigem Stand geht die Stadtverwaltung jedoch nicht davon aus.“
Bericht: KA
Fotos: anzeiger24.de
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