
Auch wenn das Image durch die Kapriolen in der „Ampel-Regierung“ etwas gelitten hat: Für viele Heizungs-Experten ist die Wärmepumpe die Technologie der Zukunft. Und sie gehört bei vielen Neubauten und auch Umrüstungen längst zum Standard. Die Stadt Hilden – Stabsstelle Klimaschutz – plant deswegen nun eine Veranstaltungsreihe in Kooperation mit der Verbraucherzentrale NRW, der Stadtwerke Hilden GmbH sowie weiteren Fachpartnern (u. a. Referenten des Bundesverbands Wärmepumpe). Das Vorhaben wird am Mittwoch, 6. Mai 2026, im Ausschuss für Stadtentwicklung, Klima und Mobilität vorgestellt.
Die Kampagne soll Teil einer Strategie zur Kommunalen Wärmeplanung und zum Klimakonzept werden: „Der Wohnsektor, verantwortlich für etwa 60% der Treibhausgasemissionen, spielt eine Schlüsselrolle bei der Dekarbonisierung der Stadt“, heißt es in der Verwaltungsvorlage. „Ein Blick auf die Bestandsanalyse der Wärmeversorgung (…) weist auf den Handlungsbedarf hin, denn 93% der Wärme basieren auf fossilen Quellen wie Erdgas und Heizöl. So wird deutlich, dass in den Einzelversorgungsgebieten mit vermehrt Einfamilien- und Doppelhäusern der Fokus überwiegend auf eine effiziente Versorgung durch Wärmepumpen hinauslaufen wird.“
Aufklärungsoffensive für Eigentümer und Modernisierer
Bei den vielen gesetzlichen Rahmenbedingungen, dem Gebäudeenergiegesetz (GEG), geopolitischen Entwicklungen und schwankenden Preise fühlen sich viele Immobilieneigentümerinnen und -eigentümer derzeit etwas überfordert und verunsichert bei der Frage: „Wie mache ich mein Haus und meine Heizungsanlage zukunftsfest?“
Mit der Wärmepumpen-Aktion will die Verwaltung daher „Orientierung geben, Missverständnisse einordnen und eine verlässliche Entscheidungsgrundlage für Investitionen in die Wärmeversorgung des eigenen Gebäudes schaffen.“
So soll die Sanierungs- und Modernisierungsquote im Stadtgebiet Hilden erhöht werden, damit Treibhausgasemissionen im Gebäudesektor nachhaltig sinken, die Umstellung der Wärmeversorgung auf erneuerbare Energien beschleunigt wird und die kommunale Wärmewende voran getrieben wird.
Die geplante Veranstaltungsreihe soll daher unter anderem (auf)klären:
- welche Auswirkungen die kommunale Wärmeplanung hat,
- welche Heizsysteme künftig möglich und sinnvoll sind,
- wie Wärmeversorgung und Wohnkomfort zusammenhängen,
- wie eine Wärmepumpe technisch funktioniert
- und welche Fördermöglichkeiten aktuell bestehen.
Außerdem sollen im gesamten Stadtgebiet vierseitige Türhänger an Ein- und Zweifamilienhäusern verteilt werden, die auf die Veranstaltungsreihe aufmerksam machen und „niedrigschwellige Informationen zur energetischen Gebäudesituation bieten“ sollen.
Der Infoflyer enthält auch eine ThermoCard mit einer Temperaturscala, die bei winterlichen Temperaturen an Gebäudeaußenwänden oder Fenstern von innen angehalten werden kann. Damit lasse sich dann ablesen, ob Handlungsbedarf zur Wärmedämmung besteht.
Das Ziel der Stadt Hilden: „Durch die erwartete Steigerung der Sanierungs- und Modernisierungsquote im Gebäudebestand können die Treibhausgasemissionen im Wärmesektor perspektivisch deutlich reduziert werden. Die Kampagne unterstützt damit unmittelbar die kommunalen Klimaschutzziele und die Umsetzung der Wärmewende im Stadtgebiet.“
Bericht: KA
Fotos/Montage: anzeiger24.de
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