
Es war jahrzehntelang so etwas wie ein „Aushängeschild“ für die Einkaufsmeile Mittelstraße in Hilden. Doch seit November ist die Leuchtschrift „Hilden – was liegt näher“ am westlichen Ende – Benrather Straße – verschwunden. Die Stadtverwaltung ließ sie klammheimich entfernen. Am Eingang Hochdahler Straße wurde der Claim bereits vor rund zwei Jahren abgehängt. Wir haben berichtet.
Begründung: Der Spruch sei nicht mehr zeitgemäß, und die Unterhaltung zu teuer.
Das will die Politik allerdings so nicht hinnehmen.
Die SPD-Fraktion ist nun vorgeprescht und will „das bekannte Stadtzeichen mit moderner LED-Technik zurückbringen und den Claim als starke Marke fürs Stadtmarketing weiterentwickeln“. Einen entsprechenden Antrag haben die Sozialdemokraten in der Ratssitzung am 4. Februar 2026 eingebracht. Er wird dann in einem der nächsten Fachausschüsse beraten.
***Update***
Auch die CDU-Fraktion hatte bereits im Dezember 2025 einen ähnlichen Antrag eingebracht. Wie uns Ratsherr Philipp Wiese nachträglich mitteilte, wollen die Christdemokraten von der Verwaltung die Investitionskosten, Einsparpotenziale, Finanzierungs- und Fördermodelle, technische, gestalterische und rechtliche Machbarkeit, mögliche Standorte und die Möglichkeit einer Bürgerbeteiligung prüfen lassen.
„Gerade vor dem Hintergrund des zunehmenden Wettbewerbs zwischen Innenstädten sollten identitätsstiftende Gestaltungselemente nicht ohne Prüfung aufgegeben werden“, heißt es weiter. „Ein Verzicht auf gestalterische Maßnahmen birgt langfristig das Risiko von Attraktivitätsverlusten für den lokalen Handel, Aufenthaltsqualität und Stadtimage. (…) Vor diesem Hintergrund erscheint es sachgerecht, nicht allein über den Abbau bestehender Leuchtinstallationen zu entscheiden, sondern die Realisierung neuer, zeitgemäßer Leuchttransparente an den Eingängen zur Fußgängerzone zu prüfen. Eine Einbindung der Bürgerschaft, etwa durch einen Gestaltungswettbewerb oder eine öffentliche Ideensammlung, kann zudem die Identifikation mit der Innenstadt stärken und die Akzeptanz der Maßnahme erhöhen“.
„Emotionales und verbindendes Symbol für lokale Identität, Gefühl und Wiedererkennbarkeit“
Für die SPD ist die Beleuchtung „weit mehr als nur ein dekoratives Element“, heißt es in einer Presseerklärung: „Sie ist für viele Hildenerinnen und Hildener ein emotional verankertes Symbol und ein sichtbarer Ausdruck lokaler Identität. Gerade unsere Innenstadt lebt von Atmosphäre, Wiedererkennbarkeit und dem Gefühl: Das ist unser Hilden.“
Das ist aber noch nicht alles: Die Verwaltung soll mit dem Stadtmarketing Hilden e. V. einen professionellen Umsetzungs-, Gestaltungs- und Finanzierungsplan vorlegen und ein Konzept zur nachhaltigen Reparatur, Instandhaltung und Modernisierung der Anlagen erarbeiten.
„Mit der Leuchtschrift holen wir ein Stück Hilden zurück – sichtbar, modern und energieeffizient. Und mit dem Claim ‘Hilden – was liegt näher’ haben wir eine starke Botschaft, die Nähe, Lebensqualität und Zentralität auf den Punkt bringt. Wir wollen daraus eine echte Marke machen, die unsere Innenstadt stärkt und den lokalen Handel unterstützt“, erklärt Hannah Hammer (kl. Foto oben), Ratsmitglied der SPD Hilden.
Eine einheitliche Markenführung würde „die Aufenthaltsqualität erhöhen und zusätzliche Aufmerksamkeit für die Innenstadt schaffen – gerade in Zeiten, in denen viele Kommunen um Frequenz, Handel und Attraktivität kämpfen“.
Auch Bürgerschaft, Vereine und Unternehmen könnten in den Prozess eingebunden werden, um Identifikation und gemeinsames Stadtgefühl zu fördern. „Für dich. Für Hilden. – das heißt auch: unsere Stadt sichtbar machen, gemeinsam weiterentwickeln und das stärken, was uns verbindet“, ergänzt Leon Wartenberg, sachkundiger Bürger der SPD-Fraktion.
Bericht: KA
Foto: anzeiger24.de
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