Hundesteuer-Vergleich: Wo steht Hilden in NRW? – Ist das noch zeitgemäß?

Steuerzahlerbund fordert Abschaffung: „Bürger werden zur Kasse gebeten – Kein Beitrag zur Sicherung der Finanzen“

Auch in diesem Jahr hat der Bund der Steuerzahler NRW die Höhe der Hundesteuer in allen 396 Städten und Gemeinden des Landes gelistet und verglichen. Hilden reiht sich dabei bei den Kommunen mit relativ hohen Sätzen ein.

 

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Wie in Aachen, Alfter, Bedburg, Bergisch Gladbach, Bottrop, Dinslaken, Haan, Hattingen, Hennef, Kreuzau, Lüdenscheid, Moers. Münster, Niederkassel, Selm, Troisdorf und Willich werden hier aktuell 120 Euro für den „ersten Hund“ eingenommen.

 

Noch wesentlich höher sind die Sätze allerdings in Hagen (180 Euro), Bochum und Wülfrath (je 168 Euro), Bonn (162 Euro), Mülheim und Wuppertal (je 160 Euro), Dortmund, Essen, Köln und Oberhausen (je 156 Euro), Herne (152 Euro), Solingen (151,2 Euro), Schwelm (150 Euro), Bielefeld (144 Euro), Mönchengladbach und Witten (je 138 Euro), Bergheim, Duisburg, Erkrath, Gladbeck und Remscheid (je 132), Mettmann (130 Euro), Gelsenkirchen (129 Euro) und Herdecke (125 Euro).

 

Am wenigsten zahlen die Herrchen und Frauchen in Verl – lediglich 24,60 Euro. Und beispielsweise Menschen in Hörstel und Velen (je 36 Euro), Blomberg (37 Euro), Harsewinkel und Preußisch Oldendorf (je 40 Euro), Gronau, Heiden und Rödinghausen (je 42 Euro) sowie Wettringen und Beelen (je 43 Euro). In Ahlen darf der erste Hund sogar „kostenlos“ gehalten werden.

 

Überhaupt fällt auf, dass lediglich knapp 90 der 396 Kommunen über 100 Euro von ihren Bürgerinnen und Bürgern nehmen.

„Sozial geschwächte“ Empfängerinnen und Empfänger von Leistungen zum Lebensunterhalt bieten 314 Städte und Gemeinden in Nordrhein-Westfalen eine Vergünstigung an, die meist nur für einen Hund gilt, hat der Steuerzahlerbund recherchiert.

 

„Keine Gegenleistung, weil Hundesteuer nicht zweckgebunden ist“

Für den Steuerzahlerbund steht fest „Hiermit setzt sich der Trend fort, die Bürger immer stärker zur Kasse zu bitten. Eine Gegenleistung darf man aber nicht erwarten, da die Hundesteuer nicht zweckgebunden ist und somit frei verwendet werden kann.“

 

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Der Verband zweifelt daran, dass „der Verwaltungsaufwand, die Steuern einzutreiben, gedeckt wird.“ Diese Bagatellsteuer sei „nicht mehr zeitgemäß. Sie leistet keinen nennenswerten Beitrag zur Sicherung der Kommunalfinanzen.“ Deshalb fordert der Bund der Steuerzahler Nordrhein-Westfalen eine Abschaffung der Abgabe.

 

Was macht die Stadt Hilden eigentlich mit den Einnahmen? Und warum gibt es keine „Katzensteuer“? Das haben wir die Verwaltung bereits vor knapp drei Jahren einmal gefragt.

Steuerentlastung bei Hunden aus Tierheim

178 Städte und Gemeinden in Nordrhein-Westfalen bieten für die Hunde, die aus einem Tierheim übernommen werden, eine befristete Steuerbefreiung an. In Hilden hat dies der Stadtrat kurz vor der Sommerpause beschlossen, bzw. die Verwaltung wird beauftragt, einen entsprechenden Satzungsentwurf zum 1. Januar 2025 zu erstellen.

Bericht: Achim Kaemmerer

Fotos: Pixabay / Montage: anzeiger24.de

 


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