Kita-Alarm im Hildener Westen: Für die Kleinsten gibt es keinen einzigen Platz

Warum Familien in Hilden plötzlich bis zu fünf Kilometer zur Kita fahren müssen

Im Hildener Westen spitzt sich die Lage bei der Kinderbetreuung zu. Für Kinder unter drei Jahren stehen dort derzeit weder Plätze in Kindertageseinrichtungen noch in der Kindertagespflege zur Verfügung. Das geht aus einer Antwort der Stadtverwaltung auf eine Anfrage der Hildener GRÜNEN hervor.

Eltern, die für ihre Kinder einen Betreuungsplatz suchen, werden daher von der Fachberatung der Stadt an Tagespflegepersonen oder Kitas in anderen Stadtteilen vermittelt. Die dadurch entstehenden Wege seien aufgrund des vergleichsweise kleinen Stadtgebiets überschaubar und lägen maximal bei etwa fünf Kilometern, so die Stadt.

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Bauprojekte blockieren neue Planungen
Kurzfristige Lösungen für zusätzliche Kita-Plätze im Hildener Westen sind derzeit nicht in Sicht. Nach Angaben der Verwaltung binden mehrere große Bauprojekte die verfügbaren finanziellen und personellen Ressourcen. Dazu zählen der Neubau der Kita am Salzmannweg sowie Erweiterungen an der Wilhelm-Hüls-Schule und der Grundschule Beethovenstraße. Solange diese Projekte laufen, können weder im Hildener Westen noch in anderen Stadtteilen neue Bauvorhaben gestartet werden.

Weniger Plätze für bessere Bedingungen
Während neue Einrichtungen vorerst also ausbleiben, werden an bestehenden Standorten sogar Betreuungsplätze reduziert. Ziel ist es laut Verwaltung, die räumlichen und organisatorischen Bedingungen für Kinder und Mitarbeitende zu verbessern.

So wurde in der Kita „Mäusenest“ die Platzzahl von ursprünglich 46 auf maximal 33 reduziert. Auch in der Kita „Pusteblume“ und in der Offenen Ganztagsschule der Walter-Wiederhold-Schule wurden Anpassungen vorgenommen: Dort sank die Zahl der betreuten Kinder von zuletzt 55 auf 43. Gleichzeitig wurde ein gemeinsamer Personalraum für Kita- und OGS-Mitarbeitende eingerichtet. Außerdem nutzen die Kitas vormittags Räume der Ganztagsschule, die erst am Mittag für den OGS-Betrieb benötigt werden.

Schwierige Bedingungen in kleiner Kita
Besonders herausfordernd ist die Situation in der kleinen Kita „Die kleinen Strolche“. Die Einrichtung arbeitet in angemieteten Räumen des Finanzamtes und verfügt nur über ein eingeschränktes Außengelände. Bauliche Veränderungen sind dort nach Angaben der Stadt nicht möglich. Auch bei Personalausfällen gestaltet sich die Organisation in der eingruppigen Einrichtung schwierig.

Die vollständige Bedarfsplanung für das kommende Kindergartenjahr 2026/2027 soll Anfang März im Jugendhilfeausschuss der Stadt vorgestellt und beraten werden. Erst danach wird sich zeigen, ob und wie die Betreuungssituation in Hilden künftig verbessert werden kann.

Quelle: Stadt Hilden
Bericht: LT

Fotos/Video: anzeiger24.de

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