Krankenhaus in Hilden wird nicht geschlossen!

Gute Nachrichten von Bürgermeister Dr. Pommer

Diese Nachricht wird nicht nur die Hildener Bürger freuen. Das Hildener St. Josefs Krankenhaus wird nicht geschlossen! Das verkündete Bürgermeister Claus Pommer (Foto) am Nachmittag bei WDR2. 

 

Das St. Josefs Krankenhaus soll von der Gesellschaft der Franziskanerinnen zu Olpe (GFO) übernommen werden. Der entsprechende Notarvertrag zwischen der GFO und der in Teilen insolventen Kplus Gruppe, zu der das St. Josefs Krankenhaus aktuell noch gehört, wird voraussichtlich in den nächsten Wochen unterzeichnet. Aus Sicht der GFO sollen künftig das Hildener Krankenhaus und die benachbarte GFO Klinik Langenfeld – St. Martinus Krankenhaus als ein gemeinsames Krankenhaus mit zwei Standorten unter dem Dach der GFO betrieben werden. Das ist das Ergebnis einer gelungenen gemeinsamen Anstrengung von NRW-Gesundheitsministerium, Kostenträgern, Kplus-Geschäftsführung und Sachwaltern, dem Landrat des Kreises Mettmann Thomas Hendele, Bürgermeistern vor Ort und GFO.

 

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Im Oktober 2023 hatten die GFO und die Kplus Gruppe bereits ein Eckpunktepapier unterzeichnet, das im Wesentlichen die gemeinsame Perspektive der GFO Klinik Langenfeld und des St. Josefs Krankenhauses Hilden formuliert und die Sicherung der Arbeitsplätze sowie die wirtschaftliche Tragfähigkeit in den Blick genommen hat. Nun stehen die Gespräche kurz vor einem positivem Abschluss. Letzte vertragliche Details werden noch zwischen Kplus, deren Sachwaltern und GFO abgestimmt.

Das nordrhein-westfälische Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales (MAGS) und die Kostenträger waren auf die GFO zugegangen und hatten den Verbund um eine Prüfung für eine neue Struktur der Gesundheitsversorgung im südlichen Kreis Mettmann gebeten. Dem ist die GFO nachgekommen. Neben dem MAGS haben auch die lokale Politik und die Kplus Gruppe diesen Prozess früh positiv begleitet und unterstützt. „Wir freuen uns für unsere Mitarbeitenden und für die Menschen in der Region, wenn der Klinikstandort in Hilden erhalten bleiben kann“, sagt Kai Siekkötter, Geschäftsführer der Kplus Gruppe.

GFO-Geschäftsführer Dr. Christoph Heller sieht in dieser starken Unterstützung einen wesentlichen Faktor für das Engagement der GFO: „Wir benötigen diese Rückendeckung, um die neue Struktur zu einem Erfolg zu führen.“ Die GFO Klinik Langenfeld und das St. Josefs Krankenhaus Hilden liegen nur wenige Kilometer auseinander und können sich so optimal fachlich aufeinander abstimmen und ergänzen.

„Wir freuen uns über das Engagement der GFO für den Klinikstandort Hilden. Das ist eine gute Nachricht, insbesondere für die Mitarbeitenden und die Patientinnen und Patienten“, betont Hildens Bürgermeister Dr. Claus Pommer. Auch Langenfelds Bürgermeister Frank Schneider unterstützt die neue Versorgungsstruktur im südlichen Kreis Mettmann. Er sagt: „Wir kennen die GFO in Langenfeld schon seit vielen Jahren als bewährten Klinikbetreiber und attraktiven Arbeitgeber. Das neue Konzept ist ein gutes und starkes Signal für unsere Region.“

Die wochenlange Diskussionen über die künftige Gesundheitsversorgung im Zuge der teilweisen Insolvenz der Kplus Gruppe hat jedoch viele Mitarbeitende im St. Josefs Krankenhaus Hilden verunsichert. Einige haben deshalb bereits gekündigt. Dr. Heller betont daher: „Wir werden den neuen Weg nur gemeinsam mit einer ausreichenden Zahl an Mitarbeitenden gehen können. Wir brauchen sie für eine gute und qualitativ hochwertige Versorgung der Menschen im südlichen Kreis Mettmann. Wir wollen den Mitarbeitenden eine gute Perspektive geben und freuen uns, wenn wir die dringend benötigten Fachkräfte halten und neue hinzu gewinnen können.“ Dies gilt ebenso für die GFO Klinik Langenfeld. Denn auch dort hat der anstehende Veränderungsprozess bei den Mitarbeitenden verständlicherweise Fragen ausgelöst.

In den vergangenen Tagen sind nun sowohl die Mitarbeitenden des St. Josefs Krankenhauses als auch der GFO Klinik Langenfeld sowie zahlreiche Partner und Vertreter von Institutionen und Behörden über den aktuellen Stand der geplanten Zusammenarbeit informiert worden. Dr. Christoph Heller sagt: „Wir sind zuversichtlich, dass wir – gemeinsam mit unseren Partnern – die noch offenen Punkte und Fragen in den nächsten Tagen einvernehmlich klären können.“ Im nächsten Schritt soll im Laufe des Dezembers der Vertrag zur Übernahme des St. Josefs Krankenhaus Hilden durch die GFO geschlossen werden. Dann steht noch der Feststellungsbescheid des Landes NRW zur Leistungsstruktur der beiden Klinikstandorte aus, ehe die Zusammenarbeit dann im Januar 2024 auch praktisch umgesetzt werden kann.

Bewerbungen für das gemeinsame GFO Krankenhaus mit den Standorten Hilden und Langenfeld nimmt entgegen:

Gemeinnützige Gesellschaft der Franziskanerinnen zu Olpe mbH
Zentrale Dienste / Personalabteilung
Philipp Junge-Illies,
Tel. 02241 25099-737
philipp.junge-illies@gfo-personal.de

Die GFO ist mit mehr als 100 Einrichtungen an rund 130 Standorten und 15.000 Mitarbeitenden ein starker gemeinnütziger und regionaler Verbund in Nordrhein-Westfalen und dem nördlichen Rheinland-Pfalz. Dazu gehören zehn Akutkrankenhäuser mit 17 Standorten, eine Reha-Klinik, MVZ, Pflegeeinrichtungen, Hospize und Palliativversorgung, Kindergärten, Erziehungshilfen, Gymnasium & Realschule sowie Schulen für Gesundheitsberufe etc. Zu den Stärken zählt das eng geknüpfte Netzwerk – intern und extern. Die Zugehörigkeit der einzelnen Einrichtungen zu einem großen Verbund ermöglicht eine umfassende Versorgung der Menschen in allen Lebenslagen. Die GFO steht für Vielfalt. Sie ist offen für Menschen unterschiedlicher Religion, Herkunft oder Weltanschauung. Verbindend sind christlich-franziskanische Werte: Zugewandtheit, die Sorge für den Nächsten und Nachhaltigkeit. Die Gesellschafterinnen der GFO sind zu 20 Prozent die Franziskanerinnen von der ewigen Anbetung e. V. Olpe und zu 80 Prozent die Maria Theresia Bonzel-Stiftung.