Millionen für Kommunen – Hilden geht leer aus

Trotz Millionen-Defizit gibt es für Hilden keine Hilfe

Nordrhein-Westfalen und der Bund greifen hoch verschuldeten Kommunen unter die Arme. Alleine der Bund stellt den Städten in NRW jährlich 164 Millionen € zur Verfügung. Die traurige Bilanz für Hilden lautet aber: 0 Euro vom Land und 0 Euro aus der neuen Bundeshilfe.

Das wirkt angesichts der aktuellen Finanzprobleme zunächst überraschend. Für die Hilfen ist aber nicht entscheidend, wie groß das heutige Haushaltsloch einer Stadt ist. Maßgeblich sind vor allem die zu bestimmten früheren Stichtagen vorhandenen alten Kredite. Und Hilden hatte in der Vergangenheit damit keine Probleme.

Nachbarstädte bekommen Geld

Ein Blick in die Nachbarschaft zeigt die Unterschiede. Haan erhält vom Bund jährlich 138.573 Euro, Monheim sogar 1.724.960 Euro. Langenfeld geht dagegen wie Hilden bei der Bundeshilfe leer aus. Bei der Landes-Altschuldenhilfe erhalten Haan und Langenfeld ebenfalls nichts. Und auch Monheims Antrag wurde vom Land abgelehnt; die Stadt wehrt sich dagegen allerdings noch gerichtlich.

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Hilden fehlen trotzdem Millionen

Dass Hilden keine Altschuldenhilfe erhält, bedeutet keineswegs, dass die Stadtkasse gesund ist. Der beschlossene Haushalt 2026 weist einen Fehlbetrag von 25,72 Millionen Euro aus. Und die Entwicklung zeigt weiter nach unten: Für 2027 werden 29,12 Millionen Euro, für 2028 30,87 Millionen Euro und für 2029 sogar 34,79 Millionen Euro Defizit erwartet. Innerhalb von nur vier Jahren summieren sich die geplanten Fehlbeträge damit auf rund 120,5 Millionen Euro.

Aus eigener Kraft gegen die Schuldenexplosion

Hilden muss deshalb weitgehend aus eigener Kraft verhindern, dass aus den aktuellen Haushaltslöchern ein neuer Schuldenberg entsteht, den die Altschuldenhilfen von Bund und Land helfen der Stadt nicht.

Der Druck auf Politik und Verwaltung wächst damit, Ausgaben und Einnahmen wieder in ein tragfähiges Verhältnis zu bringen. Andernfalls könnten aus Hildens heutigen Defiziten schon bald die Altschulden von morgen werden.

 

Quelle: Land NRW / Bund
Bericht: LT

Fotos/Video: KI-generiertes Bild

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