
Vor wenigen Wochen hatte der Kreis Mettmann die Bevölkerung aufgerufen, für die beiden frisch geborenen Zwillings-Jungbullen im Eiszeitlichen Wildgehege je einen Namensvorschlag einzureichen. Vorgabe: Anfangsbuchstabe „N“ – passend zum Geburtsort der beiden Jungtiere im Neandertal. Außerrdem heißt die stolze Mama der zwei jungen Heckrinder Nagata.
Die Hegemeister des Wildgeheges haben nun die Einsendungen von rund 300 Teilnehmenden (darunter auch Schulklassen und Kita-Gruppen) ausgewertet und sich entscheiden.
Ihre Wahl fiel schließlich auf Nic und Nac.
„Neben Social-Media-Nachrichten gingen auch zahlreiche E-Mails und sogar Anrufe mit Namensideen ein“, berichtet der Kreis Mettmann. „Die Vorschläge reichten von Nils über Nürnberg und Nieselregen bis hin zu Neander und Nettmann.“
Nic und Nac können nun im Wildgehege besucht und angesprochen werden.
Der Rundweg beginnt direkt gegenüber vom Neanderthal Museum in Mettmann, Talstraße 300. „Da das Gelände bewusst weitläufig gestaltet ist, lässt sich allerdings nicht garantieren, dass die Tiere bei jedem Besuch zu sehen sind“, heißt es weiter. „Mit etwas Glück lassen sich Nic und Nac aber auf der Weide entdecken.“
Erste Nacht von Mama getrennt, aber bestens versorgt
Die Niederkunft stellte eine große Herausforderung dar – denn Nagata brachte Zwillinge zur Welt. Zunächst wurden die beiden Jungbullen von ihrer Mama getrennt. „Da eines der beiden Bullenkälber schneller auf den Beinen war als das andere, hatten wir Sorge, dass die Kuh das zweite Kalb nicht versorgt“, erklärt Hegemeisterin Hanna Walter.
Die Kälber verbrachten ihre erste Nacht in einer leeren Box im Tarpanstall. Dort wurden sie mit Kolostralmilch versorgt. Diese Biestmilch dient zum Aufbau des Immunsystems – was in den ersten Tagen des Lebens überlebenswichtig ist.
Gleich am nächsten Morgen wurden Nagata und ihre beiden Sprösslinge in der neu eingerichteten Quarantäne- und Behandlungsbox im alten Wisentstall wieder vereint. „Normalerweise stallen wir Kälber und Mütter auch bei schlechtem Wetter, Kälte und Schnee nicht auf, denn eigentlich können sie ab Geburt im Freien leben und kommen dabei sehr gut zurecht. In diesem Fall wollten wir aber auf ‚Nummer sicher‘ gehen und die beiden Bullen unter Beobachtung haben“, berichtet Hanna Walter.
Außerdem sollte gewährleistet sein, dass Nagata genug Milch produziert, um beide zu versorgen. „Ansonsten hätten wir eingreifen müssen“, erklärt die Hegemeisterin.
Nach einer Woche hatte die Kälberfamilie genug Kräfte gesammelt, um der Herde zu folgen.
Quelle/Foto: Kreis Mettmann
bearb: KA
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