NRW-Landeswettbewerb „Jugend forscht junior“: 3. Platz geht ans Helmholtz-Gymnasium Hilden

Schüler fand heraus, welche Umweltstoffe das Wachstum von Pflanzenwurzeln beeinflussen

Von A wie Alge oder Apfelmus bis W wie Waschmittel oder Water Bag – zum NRW-Landeswettbewerb „Jugend forscht junior“ haben knapp 80 Schülerinnen und Schüler 46 Projekte eingereicht und im Mai 2026 in Essen präsentiert. Über den 3. Platz im Fachgebiet Biologie durfte sich das Helmholtz-Gymnasium aus Hilden freuen. Felix Hoheisel (Foto oben r.) untersuchte in seinem Projekt „Untersuchung der Pflanzenwurzel als Sensor für Umwelteinflüsse“ die Frage, wie Pflanzenwurzeln auf verschiedene Umweltreize reagieren und diese für ihre Orientierung nutzen können.

 

Unbenannt-21-Dogstyler

 

Die jungen Forscherinnen und Forscher hatten zuvor die jeweiligen Regional-Wettbewerbe gewonnen. Bei der feierlichen Preisverleihung vergab eine Jury aus Wirtschaft, Forschung und Bildung Preise in verschiedenen Fachgebieten, Sonderpreise und Buchgutscheine.
Ausrichter des Wettbewerbs war zum 34. Male die Westenergie AG. 

Was wurde untersucht?

Pflanzen nehmen ihre Umgebung wahr und nutzen die Einflüsse ihrer Umwelt zur Steuerung ihres Wachstums. Im Rahmen seiner Untersuchung analysierte Felix Hoheisel den Einfluss verschiedener Stoffe, die teilweise als Umweltmüll vorkommen können. Dabei zeigte sich, dass sowohl Paracetamol, Kaffeebohnen, Knallteufel als auch Seife das Wurzel- und Pflanzenwachstum beeinflussen und teilweise stören können, wobei auch der Abstand zu den jeweiligen Proben eine Rolle spielte.

 

Besonders auffällig war, dass die Wurzeln sehr schnell in Richtung einer Münze als Versuchsobjekt wuchsen. Zudem wurde beim Paracetamol auch der Einfluss unterschiedlicher Konzentrationen untersucht. Dabei zeigte sich, dass bereits geringe Konzentrationen die Wurzeln beeinflussen können, insbesondere die Wurzelhaare, die für die Aufnahme von Wasser und Nährstoffen wichtig sind.

Insgesamt verdeutlichen die Ergebnisse, dass selbst kleine Mengen scheinbar harmloser Stoffe deutliche Auswirkungen auf Pflanzen haben können. Daraus leitet sich die Erkenntnis ab, dass Müll, unabhängig von seiner Menge oder vermeintlichen Ungefährlichkeit, nicht in die Umwelt gelangen sollte.

 

Sonderpreis für Chemielehrer

Betreut wurde das Projekt unter anderem von Dr. Walther Enßlin (Foto oben r). Der pensionierte Lehrer des Helmholtz-Gymnasiums engagiert sich weiterhin an der Schule und leitet dort nach wie vor eine Chemie-AG. Für sein langjähriges Engagement erhielt er den Sonderpreis „Spektrum der Wissenschaft“.

 

Beim Landeswettbewerb gibt es insgesamt sieben Fachgebiete: Arbeitswelt, Biologie, Chemie, Geo- / Raumwissenschaften, Mathematik / Informatik, Physik und Technik.

Quelle/Fotos: Westenergie AG
bearb.: KA

 

Weitere Nachrichten aus Hilden gibt es unter www.anzeiger24.de/hilden/news/

 

Du hast einen Tipp, eine Anregung, zu welchem Thema wir einmal recherchieren sollten?

Schreib uns an presse@deinhilden.de. Deine Zuschrift wird streng vertraulich behandelt!

 


Ihr wollt uns Eure Meinung sagen? Gerne per Mail an

presse@anzeiger24.de

oder als Kommentar bei Facebook.

Euch hat unser Beitrag gefallen? Dann liked und teilt ihn gerne.