Problem beleuchtet: Claim „Hilden – Was liegt näher“ kommt zurück – aber nur ein bisschen…

Wirtschaftsausschuss: SPD und CDU einigen sich auf Kompromiss

Soll die Leuchtschrift „Hilden – Was liegt näher“ wieder am Eingang zur Mittelstraße beim Fritz-Gressard-Platz erstrahlen, wie es die SPD beantragt? Oder soll die Verwaltung Kosten und Machbarkeit eines „neuen, zeitgemäßen Leuchttransparentes“ prüfen, wie es die CDU vorschlägt?
Wir hatten im Vorfeld berichtet.

Mit dieser Streitfrage beschäftigte sich der Ausschuss für Wirtschaftsförderung und Stadtmarketing am Mittwoch, 4. März 2026. Die Mehrheit konnte sich dabei auf einen vorläufigen Kompromiss einigen.

 

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Alte Anlage wird repariert und wieder aufgehängt – aber nur als „Zwischenlösung“

Die defekte Leuchtanlage mit dem Claim, die im Herbst sang- und klanglos von der Verwaltung abgehängt wurde, wird – wie angeboten – vom Stadtmarketing e.V. repariert. Das sei „innerhalb von vier Wochen“ möglich, erklärte Bastian Mey vom Vereinsvorstand. Anschließend wird sie von der Firma SPIE (die für die Beleuchtung in der Stadt verantwortlich zeichnet) wieder aufgehängt. Allerdings nur als „Zwischenlösung“, bis es ein Konzept für eine neue Leuchtreklame gibt.

Es könnte also sein, dass im Frühling die Besucher der Fußgängerzone wieder mit dem allseits bekannten Spruch begrüßt werden.

 

Unklar bleibt allerdings, ob und wann ein frischer Spruch entwickelt und zu einer Leuchtschrift verarbeitet wird. Denn auch über die Verwendung des bisherigen Slogans ist man sich nicht ganz einig. Beispielsweise sieht Ausschussmitglied Jan Volkenstein (Grüne) darin „Nostalgie, ein Wahrzeichen, Heimatgefühl“ oder gar ein „Kunstwerk“. Und auch die SPD verbindet damit „Kontinuität, lokale Identität, Zentralität und Lebensqualität“.

Bürgermeister Claus Pommer dagegen erklärte: Der Spruch stamme aus den 90er Jahren und sei nicht mehr zeitgemäß und außerdem nicht einzigartig, denn: „Es gibt noch andere Städte, die denselben Claim benutzen.“

 

Neue Merchandising-Motive

Zeitgleich präsentierte das Citymanagement in der Sitzung neu gestaltete Motive für das Stadtmarketing-Merchandising (darüber werden wir noch einmal separat berichten). Eines zeigt die „Eilige Einkäuferin“, die Reformationskirche, die Eiche auf dem Marktplatz und das Bürgerhaus als Silhouette in Streichzeichnungen. Die Icons wurden bereits auf Taschen gedruckt und auf dem Weihnachtsmarkt angeboten – und gut angenommen, erklärte Roland Becker vom Bürgermeisterbüro. Ein anderes Logo stellt die Buchstaben HLDN in einem grünen Kreis dar.

 

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Diese Motive seien der Stadt von einer Agentur „preiswert“ angeboten worden, hieß es weiter. Allerdings besteht das Nutzungsrecht nur für fünf Jahre.

Lässt sich daraus also auch eine neue Leuchtschrift kreieren? Die Stadt kündigte außerdem an, eine Bürgerbeteiligung durchzuführen.

 

Es gibt also noch viel zu tun und bleibt abzuwarten, wie lange die „Zwischenlösung“ andauern wird…

 

Bericht: KA
Fotos: Archiv anzeiger24.de

 

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