
Vogelfutter liegt verstreut auf dem Boden, direkt neben den Parkbänken vor dem Rathaus-Center. Nur wenige Meter entfernt weist ein Schild unmissverständlich darauf hin, dass das Füttern von Tauben untersagt ist. Dennoch wird im öffentlichen Raum immer wieder Futter ausgelegt. Städte wie Hilden greifen deshalb zu klaren Verboten – aus mehreren Gründen.
Gesundheitsrisiken
Taubenansammlungen an Futterstellen führen zwangsläufig zu größeren Mengen an Kot. Dieser kann Krankheitserreger und Parasiten enthalten. Zwar gilt das Risiko für gesunde Menschen als vergleichsweise gering, dennoch sehen Kommunen eine Pflicht zur Vorsorge.
Hinzu kommt ein weiterer Effekt: Futterreste locken Ratten an. Gerade in dicht besiedelten Innenstädten kann das zusätzliche Schädlingsprobleme verursachen. Offene Futterstellen begünstigen damit hygienische Belastungen, die Städte aus Gründen des Gesundheitsschutzes unterbinden wollen.
Verschmutzung und Kosten
Taubenkot ist nicht nur ein optisches Ärgernis. Er greift Fassaden, Denkmäler und Metalloberflächen an und verursacht erhebliche Reinigungskosten. Besonders in Bereichen mit Sitzbänken, Spielplätzen oder stark frequentierten Plätzen steigt der Aufwand für die Stadtreinigung deutlich.
Kommunen argumentieren daher, dass unkontrolliertes Füttern die Belastung für den städtischen Haushalt erhöhe. Regelmäßige Sonderreinigungen, Gebäudeschäden und Schädlingsbekämpfung verursachen Kosten, die letztlich von der Allgemeinheit getragen werden.
Tierleid statt Tierhilfe
Was gut gemeint ist, verschärft aber oft das Problem: Dauerhafte Futterquellen fördern die Vermehrung der Tauben. Überfüllte Brutplätze, Konkurrenz um Nistflächen und mehr kranke Tiere sind die Folge.
Kurzum, „man“ tut sich den Tauben keinen Gefallen.
Bericht: LT
Foto: anzeiger24.de
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