Überraschende Präsentation: Das neue Hildener Markenzeichen?

Citymanagement stellt im Ausschuss exklusive Motive vor, als Ersatz für “Hilden, was liegt näher“…?

Wenn es nach Bürgermeister Claus Pommer und der Hildener Stadtverwaltung geht, hat der altbekannte Slogan „Hilden, was liegt näher“ inzwischen ausgedient. Er sei „nicht mehr zeitgemäß“, heißt es im Rathaus. Und nachdem das letzte verbliebene Leuchtbanner an der Mittelstraße wegen eines Defekts demontiert wurde, macht man sich nun Gedanken über einen neuen Claim, bzw. ein neues (Wieder-)Erkennungsmerkmal. Jetzt hat das städtische Citymanagement im Wirtschaftsausschuss am 4. März 2026 einen überraschenden Vorschlag für Merchandising-Produkte präsentiert. Es bleiben aber viele Fragen.

 

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Hildenerin machte der Stadt ein „gutes und preiswertes Angebot“

Eine Hildenerin, die namentlich nicht genannt wird, habe der Stadt ein paar eigens kreierte Motive angeboten, erklärte Roland Becker vom Bürgermeisterbüro (wo das Citymanagement angesiedelt ist). Und das „gut und preiswert“ zu einem „mittleren drei-stelligen Betrag“. Das wollte die Verwaltung nicht ausschlagen.

 

Zu sehen sind unter anderem die Eiche und die Reformationskirche vom Alten Markt, das Bürgerhaus sowie die Skulptur „Eilige Einkäuferin“ von der Schulstraße als Silhouette in Strichform (s. Titelfoto). Diese „Skyline“ wurde bereits auf Beuteln gedruckt, die beim Weihnachtsmarkt 2025 verkauft wurden. Und das habe auch „gute Resonanz“ erfahren, erklärte Bürgermeister Pommer den Ausschussmitgliedern. Ein anderes Logo zeigt die Buchstaben HLDN in einer Kreisform.

 

Ein Haken dabei: Die Stadt hat von der Urheberin lediglich eine Nutzungsdauer von fünf Jahren erhalten.

Was genau also plant die Verwaltung nun mit diesen Entwürfen?

Mit einem offenen Ergebnis endete die Diskussion im Wirtschaftsausschuss.

Deshalb fragen wir im Rathaus nach.

 

Bürgerbeteiligung und weitere Nutzung von „Hilden, was liegt näher“

Zunächst einmal sollen vorerst nur die Strich-Silhouetten verwendet werden. Denn weitere Vorschläge sollen nun in einer Bürgerbeteiligung eingebracht werden. „Durch die vorzeitige Veröffentlichung weiterer Motive möchten wir vermeiden, dass dieser kreative Prozess ungewollt in eine bestimmte Richtung beeinflusst wird“, erklärt uns die Verwaltung. „Im Rahmen der Bürgerbeteiligung soll es vor allem um Ideen für ergänzende Motive gehen. Diese könnten künftig beispielsweise auf Merchandise-Artikeln der Stadt verwendet werden. Ziel ist es, gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern weitere Motive zu entwickeln, die das bestehende Angebot sinnvoll ergänzen.“

 

Und was passiert nach den fünf Jahren? „Die Motive werden nach Ablauf der Nutzungsfrist nicht aus der Öffentlichkeit verschwinden„, heißt es weiter. „Die Stadt führt bereits Gespräche mit der Vertragspartnerin über eine langfristige Nutzung. Eine mündliche Zusage für eine unbefristete Nutzung liegt bereits vor.“

 

Der Wirtschaftsausschuss hatte in der Sitzung außerdem beschlossen, dass die alte Leuchtschrift „Hilden, was liegt näher“ vom Stadtmarketing e.V. repariert und wieder aufgehängt wird. Aber nur so lange, bis Klarheit über eine neue Marketingstrategie des Citymanagements herrscht.

Könnten also die neuen Symbole ggf. auch als künftige Leuchtbanner genutzt werden? Ja, das sei „grundsätzlich möglich“, antwortet das Rathaus. „Eine konkrete Entscheidung dazu gibt es derzeit jedoch noch nicht.“

 

Wir sind also am Beginn eines vermutlich langwierigen Erneuerungsprozesses. Die bekannte Leuchtschrift „Hilden, was liegt näher“ wird voraussichtlich im Frühling wieder erstrahlen – und vermutlich noch eine längere Zeit dort bleiben.

 

Bericht: KA
Fotos: Archiv anzeiger24.de / Stadt Hilden (die Motive wurden vom Citymanagement für eine „einmalige Berichterstattung“ zur Verfügung gestellt

 

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