Unmut wegen Parkgebühren am Unterbacher See: Verärgerte Düsseldorferin startet Petition

Wird ein längerer Spaziergang im Naturparadies zum Luxus? Initiatorin fordert mehr Gratiszeit

Der Unterbacher See ist ein Naturidyll und Besucher-Magnet. Doch die Freude könnte getrübt werden – zumindest, wenn man jetzt mit dem Auto anreist. Denn zum Jahresbeginn wurden die Parkgebühren für das Naherholungsgebiet „angepasst“: Nach den ersten 60 kostenfreien Minuten muss man 4 Euro für ein Tagesticket (gültig zwischen 0 und 24 Uhr am Tag des Kaufes) zahlen. Das sorgt, wie zu erwarten war, für Proteste. So auch bei Claudia Warken aus Düsseldorf, die sich nun mittels einer öffentlichen Petition gegen die Maßnahme wehren will. Bereits über 500 Menschen haben sie schon unterschrieben.

 

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„Sozial ungerecht, unverhältnismäßig und unattraktiv“

Darin fordern sie:

  • die kostenfreie Parkzeit von 60 auf 90 bis 120 Minuten anzuheben
  • die Einführung eines Staffeltarifs (z.B. 2 Euro für bis zu drei Stunden)
  • bezahlbare Saisontickets für regelmäßige Besucher

 

Warken begründet ihre Forderungen mit folgenden vier Argumenten:

  • Eine Umrundung um den See dauert zu Fuß ca. 75 bis 90 Minuten. Dafür reicht das kostenlose Ticket aber nicht, sodass auch Kurzbesucher dazu „gezwungen“ werden, den vollen Preis zahlen müssten. Das sei „unverhältnismäßig für einen kurzen Aufenthalt an der frischen Luft“.
  • Außerdem verstärke der neue Parktarif die soziale Ungleichheit, da die Verdoppelung der Kosten für einen Seebesuch insbesondere für Familien, Senioren und Menschen mit geringem Einkommen eine „erhebliche Belastung“ bedeuten würde.
  • Als einen weiteren Punkt nennt Warken auch die Belastung der Anwohner. Denn sie befürchtet, dass viele Besucherin in den naheliegenden Wohngebieten in Unterbach und Vennhausen parken werden, um die Gebühr zu umgehen. Das führe zu einem „massiven Parkdruck, blockierten Einfahrten und nicht zuletzt zu erheblichem Unmut der Anwohner“.
  • Zuletzt sieht sie auch die Attraktivität des Sees in Gefahr. Durch die Erhöhung der Parkkosten blieben viele Gäste weg, was den Restaurants, Schwimmbädern und anderen Attraktionen wie der Surfstation schaden würde.

 

Wir haben den Zweckverband Erholungsgebiet Unterbacher See vor mehreren Tagen um eine Stellungnahme gebeten. Leider haben wir bis zum Ende vergangenen Woche keine Rückmeldung erhalten.

 

Bericht: FS / KA
Fotos: Archiv anzeiger24.de / Zweckverband Erholungsgebiet Unterbacher See

 

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