
Rund um den 15. Juni begehen viele Kommunen und Bundeswehrstandorte in diesem Jahr den nationalen Veteranentag.
Am 16. Juni 2026 empfängt Bürgermeister Claus Pommer rund 150 ehemalige Bundeswehrangehörige zu einem Dankabend in der Stadthalle. Sie sind dem Aufruf der Stadt gefolgt und haben sich als Gäste angemeldet.
Bereits einen Tag zuvor wurde im Rathaus ein weiteres Zeichen gesetzt, das auch dauerhaft und unabhängig vom Feiertag die Bedeutung der Bundeswehr in das Licht der Öffentlichkeit rücken soll.
Ein Veteranentag mag manchen Zeitgenossen zunächst etwas anachronistisch erscheinen. Tatsächlich hatte die „Truppe“ über viele Jahre hinweg in der öffentlichen Wahrnehmung keinen leichten Stand. Der Wehrdienst galt vielen als verpönt und unattraktiv. In den Medien standen häufig eher Berichte über Ausrüstungsmängel oder nicht einsatzfähige Fahrzeuge und Flugzeuge im Mittelpunkt. Die Leistungen von Soldatinnen und Soldaten bei höchst gefährlichen Auslandseinsätzen in Krisengebieten, etwa in Somalia oder Afghanistan, fanden eher wenig Beachtung.
Um diese Wahrnehmung zu ändern, hatte der Deutsche Bundestag im April 2024 die Einführung eines bundesweiten Veteranentages als Zeichen der Anerkennung für aktive und ehemalige Angehörige der Bundeswehr beschlossen.
In diesem Jahr wird der Gedenk- und Aktionstag nun zum zweiten Mal begangen – und erstmals auch in Hilden.
Vom Gastgeber zum Geehrten
Im Foyer erinnert nun eine Gelbe Schleife an die Verbundenheit und Wertschätzung der Stadt Hilden gegenüber den aktiven und ehemaligen Soldatinnen und Soldaten, Reservistinnen und Reservisten sowie deren Familien. Sie steht für Anerkennung, Solidarität und den Rückhalt der Gesellschaft.
Gemeinsam mit dem Standortältesten der Waldkaserne, Oberst Thorsten Böer, weiteren Angehörigen des Kommandos am Standort Hilden sowie dem stellvertretenden Bürgermeister Kevin Buchner und einer städtischen Delegation wurde die Schleife feierlich eingeweiht (Foto oben).
Bei der Gelegenheit hatte Oberst Böer noch eine besondere Überraschung für den Bürgermeister parat. Claus Pommer leistete zwischen 1989 und 1990 insgesamt 15 Monate Wehrdienst in Wuppertal und Hilden. Damit gehört auch er zum Kreis der Veteranen. Zur eigenen Verwunderung erhielt der Bürgermeister deshalb aus den Händen des Offiziers eine Urkunde und das Veteranenabzeichen. „Es stellt die Werte in den Vordergrund, die uns alle verbinden: Kameradschaft und Pflichterfüllung“, so Böer.

„Auch Sie sind Veteran“: Mit dieser Nachricht überraschte Oberst Thorsten Böer Bürgermeister Claus Pommer bei der Einweihung der Gelben Schleife.
Diese Auszeichnung soll zugleich als Ermunterung verstanden werden: Wer seinem Land gedient hat, soll dafür auch die entsprechende Würdigung erfahren.
Denn die Bundeswehr soll kein abgeschotteter Bereich sein, sondern als Teil der Gesellschaft wahrgenommen werden.
Bericht: KA
Fotos: anzeiger24.de
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