
Sie waren einst eine Art „Wahrzeichen“ und bildeten einen Slogan für die „Einkaufsstadt“ Hilden: An den westlichen und östlichen Zugängen zur Mittelstraße prangte jahrzehntelang je eine Leuchtschrift unter dem Motto „Hilden – Was liegt näher?“ An der Hochdahler Straße wurde die Anlage bereits vor Jahren abmontiert und nie wieder aufgehängt. Im Herbst 2025 ist auch am Fritz-Gressard-Platz die Illumination verschwunden. Die Stadt Hilden, bzw. das Citymanagement/Stadtmarketing begründete die Maßnahme mit den hohen Reparatur- und Energiekosten. Außerdem sei der Werbespruch „nicht mehr zeitgemäß“ und solle durch einen frischeren ersetzt werden.
Das wollte der Stadtrat so aber nicht akzeptieren. Im Ausschuss für Wirtschaftsförderung und Stadtmarketing im März wurde daher beschlossen, das „Aushängeschild“ mit dem Claim „Hilden – was liegt näher“ vom Stadtmarketing e.V. reparieren zu lassen und wieder aufzuhängen, bis ein neues Motto erarbeitet wurde.
Der Stadtmarketing e.V. hat seinen Beitrag geleistet: Seit Ende März ist das Leuchtschild repariert und wartet auf seinen Neueinsatz. Doch seitdem ist nichts passiert – wieso?
Das wollte die SPD-Ratsfraktion wissen und hat im Rathaus nachgefragt. Die Antwort liegt nun vor. Dazu hatten wir aber auch noch eine Nachfrage.
Einverständnis der Immobilieneigentümer musste noch eingeholt werden
Die Stadtverwaltung benötigte noch die Zustimmung der Hauseigentümer Mittelstraße Nr. 113/115 und Nr. 84, um die an den Hauswänden angebrachten Haken wieder für die Aufhängung des Leuchtbanners nutzen zu dürfen, so die Antwort. Seit der 28. KW liegt diese nun vor. Der nächste Schritt: „Ein Angebot für die vorgeschriebene Zugprüfung der Aufhängungsvorrichtung wird zeitnah erwartet, sodass – nach entsprechender Angebotsprüfung – ein Auftrag erteilt und – soweit die Zugprüfung das zulässt – das Leuchtbanner aufgehängt werden kann.“
Am anderen Straßenende wird die Leuchtanlage jedoch nicht mehr installiert, denn die Befestigungshaken befanden sich am früheren Reichshof, der 2014 abgerissen wurde. „An der Gebäudewand des Neubaus (Atrium) gibt es keine Befestigungsmöglichkeit mehr“, sagt die Stadtverwaltung.
Neuer Claim? Stadt Hilden verweist auf Ausschuss im Herbst
OK, bald könnte der Slogan „Hilden – Was liegt näher?“ also zurück kehren – aber nur übergangsweise als Zwischenlösung. Da stellt sich die Frage: Wann kommt das neue Marketing-Konzept des Citymanagements? Schließlich wurden ja bereits Merchandising-Produkte entwickelt, die darauf aufbauen sollen.
Daher haken wir noch einmal bei der Verwaltung nach. Eine klare Antwort gibt es allerdings nicht: „Der Beschluss im Ausschuss für Wirtschaftsförderung und Stadtmarketing lautete, die Verwaltung zu beauftragen, die Möglichkeiten zur Realisierung von neuen, zeitgemäßen Leuchttransparenten an den Eingängen zur Fußgängerzone (insbesondere im Bereich des Fritz-Gressard-Platzes sowie im Bereich der Gabelung) zu prüfen und dem Ausschuss für Wirtschaftsförderung und Stadtmarketing hierüber zu berichten. Die nächste Sitzung des AWS ist für den 11. November terminiert.“
Also gibt es noch kein Ergebnis? Oder es wurde schon etwas erarbeitet, ist aber noch nicht spruchreif? Wir brauchen also noch etwas Geduld, um hier mehr zu erfahren.
Bericht: KA
Archivfoto: anzeiger24.de
Weitere Nachrichten aus Hilden gibt es unter www.anzeiger24.de/hilden/news/
Du hast einen Tipp, eine Anregung, zu welchem Thema wir einmal recherchieren sollten?
Schreib uns an presse@deinhilden.de. Deine Zuschrift wird streng vertraulich behandelt!
Ihr wollt uns Eure Meinung sagen? Gerne per Mail an
oder als Kommentar bei Facebook.
Euch hat unser Beitrag gefallen? Dann liked und teilt ihn gerne.

