Unfälle und wild abgestellte Roller sorgen für Ärger
Die Meldung kam für viele überraschend. Ab 1. September 2023 ist Schluss mit E-Rollern in der französischen Hauptstadt Paris. Die Gründe: Viele Unfälle und vor allem die wild abgestellten Kleinfahrzeuge hatten die Pariser verärgert. Droht daraus nun ein „Flächenbrand“ zu werden und gar ein Scooterverbot in der Itterstadt?
Hilden sieht rechtlich keine Möglichkeit für ein Verbot
Wir haben uns bei der Stadt erkundigt: „Ein Verbot der Scooter ist aufgrund der Zulassung durch den Bundesgesetzgeber rechtlich nicht möglich und daher in Hilden aktuell auch kein Thema.“ Aber die Stadt hat eine „Steuerungsmöglichkeit“. Ab 1. Juli 2023 müssen die Betreiber eine Sondernutzungsgebühr für E-Scooter und E-Roller in Höhe von je 50,00 Euro/Jahr zahlen. Darüber hatten wir berichtet. Steuerungsmöglichkeit heißt, dass die Nutzungsgebühren auch erhöht werden könnten. In Köln müssen Betreiber immerhin bis zu 130 Euro zahlen.
Sind E-Scooter umweltfreundlich und Teil der ökologischen Verkehrswende?
Erhebungen des Bundesumweltamtes kommen zu dem Ergebnis, dass E-Scooter weniger Autofahrten als vielmehr Teile des weitaus umweltfreundlicheren Fuß- und Radverkehrs ersetzen. Einen Beitrag zur ökologischen Verkehrswende leisten sie damit nicht. Und umweltfreundlich sind die kleinen Flitzer auch nicht, wie das Umweltbundesamt festgestellt hat. Laut einer Studie stoßen sie sechsmal so viel CO2 pro Kilometer/Person aus wie eine U-Bahn. Fazit: in einer Stadt wie Hilden mit kurzen Wegen machen Scooter aus ökologischer Sicht keinen Sinn.
Bericht/Foto: Walter Thomas


