Neues digitales System soll 20 Prozent Salz einsparen
Noch bis zum 10. Juni 2022 fährt ein VW-Bus des Zentralen Bauhofs in Schrittgeschwindigkeit die Hildener Straßen ab – auf dem Dach ein GPS-Sender, der entlang der Fahrstrecke Breite und Verlauf der Straßen genau erfasst. Mit den gesammelten Daten füttert der Bauhof das neue System für die Tourenplanung des nächsten Winterdienstes.
„Auf diese Weise können bei Winterdienst-Einsätzen GPS-gesteuert Streubreite sowie Streurichtung perfekt an die zu räumenden Straßenflächen angepasst werden“, erklärt die Stadt Hilden. „Abbiegespuren sowie Bushaltebuchten werden künftig automatisiert vollständig mitgestreut, und zusätzliche Fahrten zum Nachstreuen schwer zugänglicher Bereiche entfallen. Um die Tourenführung zu testen, sind zurzeit auch Winterdienstfahrzeuge – ohne Einsatz von Streumitteln – unterwegs.“
„Automatisiertes Streuen: Große Erleichterung für unsere Arbeit“
Insgesamt hat die Stadt Hilden 25 Winterdienstpläne für 240 Straßen, die die Mitarbeitenden des Zentralen Bauhofs seit dem 23. Mai abfahren und testen. „Die Kollegen können diese Erfassungsfahrten selbst durchführen. Das ist ein großer Vorteil, denn sie kennen alle Straßen, ihre Eigenheiten und Herausforderungen für den Winterdienst“, erklärt Frank Riedel, Leiter des Sachgebiets „Straßen- und Kanalunterhaltung“. „Der Systemwechsel ist zeitintensiv, führt aber langfristig zu einer großen Erleichterung der Arbeit. Da das Streuen zukünftig automatisiert erfolgt, können sich die Kollegen voll und ganz darauf konzentrieren, die Fahrzeuge durch Schnee und Eis zu navigieren.“
Die Stadt rechnet damit, dass durch die zielgenaue Streuung rund 20 Prozent weniger Salz benötigt wird. „Je nach Winter macht das zwischen 20 und 120 Tonnen aus“, rechnet Ulrich Hanke, Leiter des Zentralen Bauhofs vor. „Das ist sowohl unter finanziellen als auch unter ökologischen Gesichtspunkten ein großer Benefit für die Stadt!“
Die Stadtverwaltung ergänzt: „Darüber hinaus werden durch die vom Rat beschlossene Umstellung im Winterdienst künftig weniger Mitarbeiter in der Rufbereitschaft benötigt, und die Stadt spart ein komplettes Winterdienstfahrzeug inklusive Streuautomat und Schneepflug im Wert von ca. 270.000 Euro ein.“
Quelle: Stadt Hilden
Fotos: Stadt Hilden / Archiv anzeiger24.de (kleines Bild)
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