
Die Zukunft des Jugendzentrums „Area 51“ im Hildener Norden ist vorerst gesichert. Die Mehrheit im Jugendhilfeausschuss hat am 5. März 2026 einem gemeinsamen Antrag von CDU und SPD zugestimmt.
Beschlossen wurde u.a.:
- Das Jugend- und Kulturzentrum wird dreimal wöchentlich als OT geöffnet.
- Es wird eine pädagogische Einrichtungsleitung als 1,0 VZÄ im Stellenplan 2026 eingerichtet. Die Stelle soll mit 70.000 Euro im Stellenplan gedeckelt werden.
- Es wird ein „sachgerechtes Budget zur Beschäftigung von Honorarkräften“ dotiert.
- Eine „kulturpädagogischen Fachkraft“ vom Kulturamt wird im Amt für Schule, Kinderbetreuung und Jugendförderung der Jugendkulturarbeit zugeordnet.
- Es wird ein Budget von 25.000 Euro für Veranstaltungen, Ferienmaßnahmen und Aktionen der offenen Jugendarbeit bereitgestellt.
„Den Plänen der Stadtverwaltung, das Angebot in dem beliebten Jugendhaus im Hildener Norden auf ein absolutes und nicht mehr attraktives Minimum zu reduzieren, erteilten die Hildener Ratsmitglieder so eine deutliche Absage“, verkündet anschließend die SPD-Fraktion. „Die bisherigen Not- und Übergangslösungen, die schon bei der ersten Krankmeldung eines Mitarbeiters zu geschlossenen Türen geführt haben, gehören damit der Vergangenheit an.“
Verwaltung: Mehrkosten von 115.182 Euro
Die Verwaltung hatte ein Konzept erarbeitet, das nur zwei Öffnungstage vorsah. „Durch die Schließung der ehemals im Norden ansässigen Theodor-Heuss-Schule hat das Area 51 ein erhebliches Besucherdefizit erfahren“, hieß es daher in der Stellungnahme zum Antrag.
Der Plan sah eine Verschiebung von einem ,,sozialpädagogischen‘‘ zu einem ,,kulturellen‘‘ Programm unter Leitung des Fachamtes vor, etwa mit Workshops und Kursen von Kultureinrichten, Bands, Theater- und Tanzgruppen, Spiel- und Bewegungsangeboten sowie mit Kultureller Bildung.
Vorgesehen waren dafür eine 0,5 VZÄ Stelle und eine kulturpädagogische Fachkraft mit 15 Stunden/Woche.
Die jetzt beschlossene Aufstockung wird nun Mehrkosten bedeuten, rechnet die Verwaltung vor:
86.182 Euro Personalkosten und weitere rund 4.000 Euro für zusätzliche Honorarkräfte. Zusammen mit den bereits eingeplanten Personalkosten für die sozialpädagogische Fachkraft in Höhe von ca. 42.300 Euro würde der Betrieb des Area 51 jährliche Kosten in Höhe von ca. 157.482 Euro verursachen. Das wären ca. 115.182 Euro mehr als vorher geplant. Die im Antrag vorgesehenen Deckelungen würden nicht ausreichen, meint das Rathaus.
Daher riet die Verwaltung „aufgrund der angespannten Haushaltslage“ von einer Zustimmung ab.
Nun aber hat die Politik entschieden. SPD-Ratsmitglied und Ausschussvorsitzender Carsten Wannhof kommentiert: „Der Knoten ist geplatzt! Wir haben das offene Angebot im Area 51 für die nächsten fünf Jahre gesichert. Für die Jugendlichen, die sich mit großem Engagement für ihre Sache einsetzt haben, freue ich mich sehr“.
Der Stadtrat muss das Votum am 15. April 2026 allerdings noch bestätigen.
Bericht: KA
Archivfoto: anzeiger24.de
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