Anspruch auf Offene Ganztagsschule: Diese Klassen starten ab dem neuen Schuljahr

Bis 2030 sollen alle Grundschulklassen vom Angebot profitieren – Wie ist Hilden aufgestellt?

Ab dem Jahr 2026 tritt – stufenweise – der bundesweite Rechtsanspruch auf Ganztagsförderung für Kinder im Grundschulalter in Kraft (SGB VIII / GaFöG). Die Offene Ganztagsschule (OGS) soll ein außerunterrichtliches pädagogisches und sozialpädagogisches Bildungs- und Freizeitangebote bieten.
Auch in Hilden sollen Eltern und ihre Kinder davon profitieren.

 

Was das konkret bedeutet, hat die Verwaltung in der Ratssitzung im Dezember 2025 erläutert:

Ab dem 1. August 2026 gilt der Anspruch zunächst für alle Kinder der ersten Klassenstufe und wird in den Folgejahren jeweils um eine weitere Klassenstufe erweitert. Das heißt: Ab dem Schuljahr 2029/2030 wird allen Grundschulkindern ein Anspruch auf einen Ganztagsplatz zustehen.

Für die Stadt Hilden gibt es noch einiges zu tun: „Bereits alle Grundschulen sind als Ganztagsschulen organisiert“, heißt es in dem Bericht. „Gleichwohl ist derzeit nicht absehbar, in welchem Umfang sich die schrittweise Einführung des Rechtsanspruchs auf die zukünftige Nachfrage nach Betreuungsplätzen auswirken wird.“

 

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Der aktuelle Sachstand

In einer Infobroschüre erläutert das Rathaus, was bisher bei der Ausstellung der einzelnen Standorte erreicht wurde und wo es noch Handlungsbedarf gibt: 

 

Grundschule Am Elbsee

  • Umbau abgeschlossen, Raum- und Mensasituation ausreichend

 

Gemeinschaftsgrundschule Beethovenstraße

  • Raum- und Mensasituation für die Kinderzahl absolut nicht ausreichend
  • Umbau- und Erweiterungsmaßnahmen in Planung

 

Wilhelm Hüls Schule

  • Mensa-Situation veränderungsbedürftig
  • Umbau und Erweiterungsmaßnahmen in Planung

 

Schulstraße

  • Raumsituation begrenzt, Umbaumöglichkeiten kaum vorhanden
  • Dem Bildungs- und Erziehungsverein Hand in Hand e.V. wurde gekündigt, um Raumbedarf für OGS im Bestand zu schaffen

 

Standort Walter Wiederhold

  • Beengte räumliche Möglichkeiten
  • OGS-Angebot findet in Kita-Gebäude statt
  • teilweise müssen Räume mit Kita geteilt werden

 

Gemeinschaftsgrundschule Im Kalstert

  • Ausreichend Räume und Platz in der Mensa
  • Standort Walder Straße (Foto oben): Neubau abgeschlossen, Raum- und Mensasituation, ebenso Außengelände ausreichend

 

Astrid-Lindgren-Schule und Wilhelm-Busch-Schule

Standorte Zur Verlach 42, Richrather Straße 184 und Richrather Straße 134

  • Raumressourcen erschöpft
  • Gutachten rät zu einer Neuorganisation der Schullandschaft in Hilden Süd
  • Prioritär werden aktuell die Schulstandorte Wilhelm-Hüls und Beethovenstraße überarbeitet.

 

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Nun also müsse das Rahmenkonzept für die Offenen Ganztagsschulen weiter entwickelt werden.

Die Verwaltung hat sich folgende Ziele gesetzt:

  • Sicherstellung einer an den Bedürfnissen der Kinder orientierten Ganztagsbildung,
  • Gewährleistung hoher pädagogischer Qualität und verlässlicher organisatorischer Strukturen,
  • Förderung von Chancengerechtigkeit und gleichberechtigter Teilhabe,
  • Stärkung der Kooperation zwischen Schule, Jugendhilfe und außerschulischen Partnern,
  • moderne, qualitätsorientierte und nachhaltige Ganztagsbildung durch Partizipation, Kinderschutz und eine Bildungs- und Erziehungspartnerschaft mit Eltern und Fachkräften.
  • Inklusion,
  • Verzahnung von schulischer Bildung und außerschulischen Bildungs- und Betreuungsangeboten,
  • pädagogische Arbeit:
    – ganzheitliche Förderung kognitiver, sozialer und emotionaler Kompetenzen,
    individuelle Begleitung und Unterstützung,
    – verlässliche Tagesstruktur und kindgerechte Freizeitgestaltung.

„Ein ganztägig organisierter Schultag, getragen von dem gemeinsamen pädagogischen Konzept einer Schule, fördert Chancengerechtigkeit und ermöglicht jedem Kind, seine individuellen Potenziale zu entfalten“, schreibt die Stadt Hilden in ihrer Infobroschüre. „Die Kinder erleben Schule als einen Ort, der Bildung, Betreuung und Persönlichkeitsentwicklung miteinander verbindet – in einem sicheren, wertschätzenden und inklusiven Umfeld. Auch die Kooperation mit außerschulischen Partnern, wie etwa der Musikschule Hilden, profitiert von der städtischen Trägerschaft. Sie schafft verlässliche Strukturen, die eine nachhaltige Zusammenarbeit ermöglichen und bereichern.“

Mehr Infos zum Konzept gibt es hier

 

Bericht: KA

Foto: Archiv anzeiger24.de

 

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